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In Deutschland gibt es 100 sogenannte UNESCO-Projekt-
Schulen, weltweit sind es über 3000 in 112 Ländern.

UNESCO-Projekt-Schulen gibt es in allen Schulstufen, -arten und -formen. Diese Schulen orientieren das Schulleben innerhalb und außerhalb des Unterrichts an der Idee der internationalen Erziehung und des interkulturellen Lernens. Die Erziehung zum besseren Verständnis anderer Menschen und Kulturen in einer friedlichen Welt durch gemeinsames Handeln ist ein wichtiges Ziel.

Diese Aufgaben hat sich auch die Jörg-Zürn-Gewerbeschule gesetzt, die seit 1988 offiziell diesem Kreis angehört. Unter dem Dach dieser gewerblichen Schule sind ein Technisches Gymnasium, Berufs- und Berufsfachschulen sowie zwei Berufskollegs zusammengefaßt.

Am Anfang, in den siebziger Jahren, stand der Ausbau von Schüler- und Lehreraustausch mir der französischen Berufsschule in Orleans. In den achtziger Jahren folgten das gewerblich orientierte

Lyzeum Jean Rostand in Straßburg, die Chemische-Technische Schule in Wuhan/Zentralchina und die Fachschule für chemische Laborassistenten bei der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking. Auch die ersten offiziellen Kontakte zu ostdeutschen Schulen datierten aus der Zeit noch vor der Wende 1989. Nach der Wiedervereinigung waren es Schulen in Barby, Kamenz und Leipzig, mit denen es zu einer engeren Zusammenarbeit kam.

In den neunziger Jahren weitete sich das Spektrum der internationalen Verflechtungen zwischen der Überlinger Schule und Partnern in Ausland erneut: Der Zusammenbruch des Eisernen Vorhangs eröffnete natürlich Chancen für Kontakte auch in Richtung Osten. Als außerordentlich hilfreich erwies sich dabei die Beteiligung der Schule am internationalen Donau-Projekt der UNESCO-Schulen.

Hierbei gab es nicht nur Gelegenheit zu projektbezogener praktischer Arbeit im Bereich des Vermessungswesens sowie geographischen und historischen Exkursionen, sondern auch breiten Raum für interkulturelle Kontakte.

Das Donauprojekt führte zunächst zum Austausch von Schülergruppen zwischen Überlingen und einer ungarischer Wirtschaftsschule in Gyöngyös, südlich von Budapest. Wenig später gelang es, als erste Schule in Baden-Württemberg, den Austausch mit einer Schule in Rumänien, und zwar mit der UNESCO-Projekt-Schule in Tulcea im Donaudelta zu realisieren. 1994 und 1995 kam ein Austauschprogramm mit der UNESCO-Projekt-Schule in der Bulgarischen Stadt Varna am Schwarzen Meer in Gang, das sogar zu einer gemeinsamen Lehrerfortbildungsmaßnahme im Bereich Chemische Analytik führte.

UNESCO-Weltkulturerbe: www.reichenau.de

UNESCO-Deutschland | Verzeichnis der UNESCO-Projekt-Schulen
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