| UNESCO-Projekt-Schulen
gibt es in allen Schulstufen, -arten und -formen. Diese Schulen
orientieren das Schulleben innerhalb und außerhalb des Unterrichts
an der Idee der internationalen Erziehung und des interkulturellen
Lernens. Die Erziehung zum besseren Verständnis anderer Menschen
und Kulturen in einer friedlichen Welt durch gemeinsames Handeln
ist ein wichtiges Ziel.
Diese Aufgaben hat sich auch die Jörg-Zürn-Gewerbeschule
gesetzt, die seit 1988 offiziell diesem Kreis angehört. Unter
dem Dach dieser gewerblichen Schule sind ein Technisches Gymnasium,
Berufs- und Berufsfachschulen sowie zwei Berufskollegs zusammengefaßt.
Am Anfang, in den siebziger Jahren, stand der Ausbau
von Schüler- und Lehreraustausch mir der französischen Berufsschule
in Orleans. In den achtziger Jahren folgten das gewerblich orientierte
Lyzeum Jean Rostand in Straßburg, die Chemische-Technische
Schule in Wuhan/Zentralchina und die Fachschule für chemische
Laborassistenten bei der Chinesischen Akademie der Wissenschaften
in Peking. Auch die ersten offiziellen Kontakte zu ostdeutschen
Schulen datierten aus der Zeit noch vor der Wende 1989. Nach
der Wiedervereinigung waren es Schulen in Barby, Kamenz und
Leipzig, mit denen es zu einer engeren Zusammenarbeit kam.
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In den neunziger Jahren weitete sich das Spektrum der
internationalen Verflechtungen zwischen der Überlinger Schule
und Partnern in Ausland erneut: Der Zusammenbruch des Eisernen
Vorhangs eröffnete natürlich Chancen für Kontakte auch in Richtung
Osten. Als außerordentlich hilfreich erwies sich dabei die Beteiligung
der Schule am internationalen Donau-Projekt der UNESCO-Schulen.
Hierbei gab es nicht nur Gelegenheit zu projektbezogener
praktischer Arbeit im Bereich des Vermessungswesens sowie geographischen
und historischen Exkursionen, sondern auch breiten Raum für interkulturelle
Kontakte.
Das Donauprojekt führte zunächst zum Austausch von Schülergruppen
zwischen Überlingen und einer ungarischer Wirtschaftsschule
in Gyöngyös, südlich von Budapest. Wenig später gelang es, als
erste Schule in Baden-Württemberg, den Austausch mit einer Schule
in Rumänien, und zwar mit der UNESCO-Projekt-Schule in Tulcea
im Donaudelta zu realisieren. 1994 und 1995 kam ein Austauschprogramm
mit der UNESCO-Projekt-Schule in der Bulgarischen Stadt Varna
am Schwarzen Meer in Gang, das sogar zu einer gemeinsamen Lehrerfortbildungsmaßnahme
im Bereich Chemische Analytik führte.
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