| Im Internet kommt darauf an, den Besucher so lang
wie möglich auf der eigenen Internet-Seite zu halten. Lange
Ladezeiten, verursacht durch große und hochauflösende Bilder werden
Ihre Besucher bereits nach ein paar Bilder ihre Geduld verlieren
lassen. In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie man die Bilder
fürs Web richtig einscanen und speichern. Einscanen
Im Workshop1 - Grundlagen, Grafikformate GIF und JPEG
wurden die Hardware- und Softwareausstattung der Internet-User sowie im
Internet weit verbreiteten Grafikformate GIF und JPEG behandelt. Im allgemeinen darf die Auflösung der
Web-Grafiken 72 dpi nicht überschreiten. Es empfiehlt sich jedoch ein
Bild mit einer Auflösung von 150 dpi einzuscanen. Die Scanauflösung
wird meist direkt vor dem einscanen oder im Menü
"Einstellungen" des Scanerprogramms eingestellt. In der Option
"Farbeinstellungen" ist bei bunten Bilder der Farbmodus "RGB"
und bei s/w Bildern "Graustufen" einzustellen. Nach
dem erfolgtem Scan eines Bildes speichern Sie es im JPEG-Format. Hier muss
man beachten, dass der Komprimierungsfaktor 0 (null) bzw. die
Qualität auf sehr hoch eingestellt ist. Anschließend
öffnen Sie das neueingescante Bild zur Weiterbearbeitung in einem
Bildbearbeitungsprogramm wie Corel PhotoPaint, Paintshop Pro, Micrografx
PicturePublisher, Adobe Photoshop, Gimp (Linux) usw.
Vorbereiten zum Speichern
Falls die Auflösung eines Bildes 72 dpi überschreitet, muss es
zunächst auf diesen Wert reduziert werden. Gleichzeitig kann man das
Bild auf die gewünschte Bildgröße verkleinern. Bei der Bildgröße sind
oft viele der Meinung, dass ein Bild möglichst groß sein muss, damit
man alle Details gut erkennen kann. In der Praxis hat es sich der Anhaltswert für die Breite
eines Bildes im Querformat von 200-300 Pixel bewährt. Die Höhe variiert dann je nach
Breite proportional dazu. Bei der Größe kann man recht gut erkennen
was einer mit diesem Bild zeigen will. Dagegen z.B. bei Gruppenfotos ist es zu
empfehlen die Größe eines Bildes etwas größer zu halten, damit man
die einzelnen Personen auf dem Gruppenfoto gut erkennen kann.
Der letzte entscheidende Schritt ist das Speichern des Bildes. An
dieser Stelle werden die beiden Formate GIF und JPEG getrennt behandelt,
da beim Speichern unterschiedliche Optionen zur Verfügung stehen.
Außerdem werden in den Bildbearbeitungsprogrammen die Speichern-Optionen,
die das gleiche bewirken oft unterschiedlich bezeichnet. Daher empfiehlt
es sich die genaue
Beschreibung in der "Hilfe" der jeweiligen Bildbearbeitungs-
programm nachzulesen.
Speichern im JPEG-Format
Im Speichern-Optionen für das JPEG-Format stehen mehrere Optionen zur
Verfügung. Der Komprimierungsfaktor wird meist mit einem Schieberegler
eingestellt. Hier sind Werte zwischen 1-100 bzw. 1-10 möglich. Oft
steht in den Bildbearbeitungsprogrammen zusätzlich eine Vorschau zu
Verfügung, in dem Sie die Bildqualität nach der Komprimierung
kontrollieren können. Wichtig ist, dass durch die Komprimierung im Bild
keine auffallend grobe Raster (Quadrate) entstehen. z.B. Bei Corel PhotoPaint und Micrografx
PicturePublisher eignet sich der Komprimierungsfaktor zwischen 5-20. Im
Adobe Photoshop erzielen Sie eine gute Qualität bei möglichst kleiner
Dateigröße mit dem Komprimierungsfaktor bei 3-4.
bei Übergängen ist zu ahten, kein grobem mustern (beispiel)
Bei größeren Bilder wird eine weitere Option interessant: die
schrittweise Darstellung von Bildern. Beim Surfen im Internet haben
Sie bestimmt gesehen, wie manche JPEG-Bilder zunächst mit dem groben
Raster angezeigt werden und dann schrittweise immer in besserer
Qualität geladen werden. Diese Option erlaubt Werte zwischen 1-10. In
der Praxis ist der Wert 3 (± 2, je nach Dateigröße) vernünftig.
Wenn Sie alles richtig machen, darf z.B. ein im JPEG-Format
gespeichertes Bild mit der Größe 250x160, Auflösung 72 dpi ca. 12-17
kB groß sein.
Speichern im GIF-Format
Die Spezifikation des GIF-Formats erlaubt die Bilder in diesem Format
mit einer Anzahl von max. 256 festdefinierten Farben zu speichern. Bevor
ein Bild gespeichert wird, muss es in Palettenfarben bzw. Indizierte
Farben umgewandelt werden.
Folgende Speichern-Optionen sind möglich:
Interlace - bewirkt, dass ein Bild schrittweise geladen wird, so
ähnlich wie beim JPEG.
Transparenz - hier wird eine Transparenzfarbe definiert. Die
Stelle die sonst mit einer Farbe gefüllt ist, erscheint transparent.
Dither - hier versucht das Bildprogramm die reduzierte
Farbanzahl durch die Streuanordnung von Farbpixeln die Originalfarbe
nachzubilden. Diese Option ist jedoch weniger interessant.
GIF oder JPEG - Welchen Format wähle ich nun?
Die Wahl des Format ist abhängig von den mehreren Faktoren. Hier lautet
die Devise "Learning bei doing". Probieren Sie die
verschiedene Einstellungen im Speichern-Optionen und vergleichen Sie die
erzielten Ergebnisse. Die Kunst besteht darin, den Balance zwischen
Dateigröße und Bildqualität zu finden. Einige Anhaltspunkte gibt es
doch.
GIF-Format eignet sich besonders für
Grafiken mit geringer Farbanzahl, Logos und Buttons, die davor in einem Vektorgrafikprogramm
erstellt wurden und Hintergrundbilder, die sich
kachelartig wiederholen.
JPEG-Format eignet sich am besten zum Speichern von Fotos,
Halbtonbildern und farblich komplexen Logos und Buttons, da es die treue
Farbwiedergabe ermöglicht. Auch große Hintergrundbilder, die als
Wasserzeichen eingesetzt werden, lassen sich wunderbar im JPEG-Format
komprimieren.
Merke:
• die Auflösung darf nicht 72 dpi überschreiten, aber auch
nicht drunter liegen
• die Bildgröße nicht unnötig groß halten
• leicht verwaschene bzw. nicht zu sehr gestochen scharfe und insgesamt
etwas hellere
JPEG-Bilder ermöglichen höheren Komprimierungsfaktor
bei geringeren Qualitätsverlust.
• Manchmal steht die Option ein Miniaturbild bzw. eine Vorschau
des Bildes in der
Bild-Datei mitabzuspeichern. Schalten Sie diese Option am
besten ab. |
Weiter siehe:
Trickkiste
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