> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 16. Oktober 2000
 

Ein "gutes Werk", das sich sehen lassen kann

Landrat Tann übergibt sanierten Gebäudekomplex
der Jörg-Zürn-Gewerbeschule - Zufriedene Gesichter

Überlingen (fw) Ein wesentlicher Beitrag, "dass das berufliche Schulwesen in der Fläche präsent geblieben ist", so Josef Knoll vom Oberschulamt Tübingen wurde am Samstag in Überlingen in Betrieb genommen: Der Erweiterungsbau II sowie die Aufstockung des Werkstattgebäudes der Jörg-Zürn-Gewerbeschule beim Beruflichen Schulzentrum. Schüler und Lehrer konnten in ihr neues Gebäude schon zum Schuljahresbeginn vor einem Monat einziehen. Jetzt folgte die festliche Übergabe, bei der dem Kreistag und der Verwaltung des Bodenseekreises mit Landrat Siegfried Tann an der Spitze mit dem Wort "hervorragend" von vielen attestiert wurde, mit welchem Elan sie sich um die beruflichen Schulen am nördlichen Bodenseeufer kümmern. 

Als Besonderheit an der Neubauaußenwand zur Constantin-Vanotti-Schule hin kam eine Kletterwand hinzu, an der Schüler aller Schularten im großen Schulbereich von beruflichen Schulen, Gymnasium und Realschule üben und Sozialkompetenz lernen können, wie der Schulleiter der Jörg-Zürn-Gewerbeschule, Kurt Boch, sagte. 

Den Festakt eröffnete ein Bläserseptett junger Musiker der Musikschule Überlingen unter der Leitung von Wendel Bechler. Tann bezeichnete das neue Gebäude als "Stein gewordene Überzeugung des Kreistages und Landrates, dass wir hier jungen Leuten den besten Rahmen bieten wollen für ihre Bildung und Ausbildung".

Mit dem Neubau mit seinen zehn Klassenräumen, zwei EDV‑Räumen und dem Musiksaal, der auch von den anderen Schulen genutzt wird, mit der Aufstockung des Werkstattgebäudes sowie den Umbauten im Bestand seien für eine wachsende Schülerzahl rund 2000 Quadratmeter fehlender Raumbedarf gedeckt. Von den 1919 Schülern am Beruflichen Schulzentrum in diesem Schuljahr sind 740 an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule eingeschrieben, je zur Hälfte als Teil- oder Vollzeitschüler.

Einen gerade gefrästen Schlüssel übergab Architekt Thomas Kormann (rechts) dem "Bauherrn" Landrat Siegfried Tann.

Bild: Wieland

Der Erweiterungsbau allein kostet 9,8 Mio. Mark, die Gesamtmaßnahme mit Werkstatterweiterung und den Umbauten 13,5 Mio. Mark; 4,3 Mio. Mark davon fließen als Zuschuss des Landes. Seit seinem Bestehen vom Jahre 1973 an habe der Bodenseekreis, so Landrat Tann, 50 Mio. am Schulstandort Überlingen investiert. Als jährliche betriebliche Folgekosten an den beruflichen Schulen in Überlingen, seien 2,5 Mio. Mark aufzubringen. Alles in allem, so Tann, "ein gutes Werk, das sich sehen lassen kann", zumal das "Hinüber und Herüber" der drei beruflichen Schulen Constantin-Vanotti-Schule, Jörg-Zürn-Gewerbeschule und Justus-von-Liebig-Schule mit dem Erweiterungsbau II entflochten sei.

Architekt Thomas Kormann überreichte Tann als Bauherrn symbolisch einen großen, auf einem CNC-Gerät ausgeschnittenen Metallschlüssel. Pfarrer Gerd August Strauch von der evangelischen Gemeinde erbat den Segen Gottes für das neue Werk und überbrachte auch die Grüße seiner an diesem Tag verhinderten katholischen Kollegen. Strauch nannte den Lehrerberuf als wichtigsten Beruf und sprach angesichts des Geredes um Lehrer und Schulen von einer "erbärmlichen Gesellschaft". Über den weiteren Verlauf wird der Südkurier noch berichten.

 
 
 

fw, Südkurier Überlingen, 16.10.2000

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