> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 22. Dezember 2001
 

Eine Basis für die Zukunft gebeben

Facharbeiterabschlussprüfung an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule
 - 42 Berufsschüler verabschiedet

Überlingen (hk) 17 Industriemechaniker, 14 Kfz-Mechaniker, zehn Elektroinstallateure und ein Tischler haben ihre Berufsschulabschluss prüfung an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule bestanden. Zehn von ihnen erhielten Preise und Belobigungen. Schulleiter Kurt Boch würdigte die Leistungen der Lehrlinge gestern Vormittag während der für diese Schule schon traditionellen Abschluss- und Weihnachtsfeier im Dorfgemeinschaftshaus Nußdorf.

Die Feier im Dorfgemeinschaftshaus Nußdorf wurde von der Schulkapelle musikalisch umrahmt. Während der Feier wurde auch von einem Arbeitseinsatz in Bulgarien berichtet.

Mit dem gestrigen Tag haben die Lehrlinge, wie es Boch ausdrückte, "eine erste Hürde auf dem Weg zum Berufsabschluss genommen." Nach der fachtheoretischen folge jetzt noch die fachpraktische Prüfung. "Wenn sie diese weitere Hürde genommen haben, haben sie etwas , was ihnen niemand mehr nehmen kann", wandte sich der Schulleiter an die Schüler, die jetzt über einen Beruf verfügten, bei dem sich handwerkliches Können mit nicht zu unterschätzendem erforderlichen theoretischen Wissen paare. Damit sei ein Fundament geschaffen worden, welches in der heutigen konjunkturellen Lage zwar "nicht erdbebensicher" sei, aber doch eine Basis für weitere Taten darstelle. Mit den neu erworbenen Kenntnissen, so Boch, "hoffen wir, ihnen eine Basis für ihre Zukunft gegeben zu haben." Dieses Basiswissen werde bald benötigt, um selbstverantwortlich zu arbeiten, insbesondere auch um eine weitere Spezialisierung oder gar eine Weiterbildung zu durchlaufen.

Folgende Schülerinnen und Schüler sind die diesjährigen Preisträger: Frank Höfler (Feinmechaniker) und Nadine Zimansky (Kfz-Mechaniker). Belobigungen erhielten Oliver Brecht, Daniel Jung (beide Industriemechaniker), Daniel Albrecht, Florian Doerfler, Ralf Erdenberger, Benjamin Pröger und Stefan Wein (alle Kfz-Mechaniker) sowie Marco Bürkle (Elektroinstallateur).

Gerhard Wachter, Vorsitzender der Freunde der Jörg-Zürn-Schule, dankte dem Kollegium und den Ausbildern, forderte die Lehrlinge dazu auf, der Schule treu zu bleiben und sich einen Augenblick des Innehaltens zu gönnen.

Belobungen und Preise erhielten bei der Abschlussfeier der Jörg-Zürn-Gewerbeschule gestern von Schulleiter Kuli Boch (links) folgende Schüler: Oliver Brecht, Daniel Jung (beide Industriemechaniker), Daniel Albrecht, Florian Doerfler, Ralf Erdenberger, Benjamin Pröger, Stefan Wein und Nadine Zimansky (alte Kfz-Mechaniker) sowie Frank Höfler (Feinmechaniker) und Marco Bürkle (Elektroinstallateur).
 Bild: Kleinstück

Zu Beginn der Feier hatte Boch darauf verwiesen, dass die Menschen hierzulande den 56 Jahre währenden Frieden als etwas Selbstverständliches hinnähmen. Für Menschen vieler Krisenregionen sei er dagegen sehnlichster Wunsch, sagte er, wobei er Afghanistan, Tschetschenien und den Kongo stellvertretend für viele andere Regionen erwähnte. Da Frieden aber eben nichts Selbstverständliches sei, müsse jeder Mensch jeden Tag seinen kleinen Teil dazu beisteuern. Boch: "Jeden Tag sind kleine Schritte von uns nötig. Schritte, die eine Verständigung zwischen uns Menschen und den Völkern möglich machen."

Solche Schritte hatten Lehrer und Schüler der Schule auch in diesem Jahr in Bulgarien wieder unternommen. Wie Alexandra Becker und Bernd Held anhand von Diapositven berichteten, pflegten die Schüler in den Städten Sandansky und Goze Deltschev im Auftrag des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge die Gräber gefallener deutscher und bulgarischer Soldaten. Sie halfen bei den anstehenden Sanierungsarbeiten auf den Soldatenfriedhöfen und setzten die Arbeiten an jenem Internationalen Friedenspfad nach Griechenland fort, den eine Klasse der Jörg- Zürn-Gewerbeschule im Piringebirge bereits vor zwei Jahren begonnen hatte.

 
 
 

Holger Kleinstück, Südkurier Überlingen, 22.12.2001

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