> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 03. August 2002
 

Franzosen schnuppern in deutschen Betrieben

Austauch zwischen der Justus-von-Liebig-Schule, der Jörg-Zürn-Gewerbeschule und dem Lycée Blaise Pascal, Colmar

Überlingen - Im Rahmen der Schulpartnerschaft zwischen der Justus-von-Liebig-Schule Überlingen, der Jörg-Zürn-Gewerbeschule Überlingen und dem Lycée Blaise Pascal, Colmar (Frankreich), besuchten junge französische Handwerker und Handwerkerinnen wieder einmal Überlingen.

Die Lernenden wollten das Land, seine Menschen, das Schulleben, aber vor allem die Arbeitswelt kennenlernen. So suchen jedes Jahr die Schulen entsprechende Firmen, die ihre Türen zur Realisierung des Projektes "Kennenlernen der Berufs- und Arbeitswelt" für französische Schüler öffnen.

Auch in diesem Jahr konnten eine Reihe Unternehmen gefunden werden. Es beteiligten sich u.a. die Firmen Allweier, BET und Kramer aus Überlingen für den Fachbereich Elektriker und Metallwerker sowie die Firma Munding, Überlingen und das Modestudio Hofer-Rund aus Oberuhldingen, um das Handwerk der Schneiderei abzudecken.

Ute Zell-AI-Bahrani von der Justus-von-Liebig- Schule dazu: "Für die französischen Auszubildenden ist es hoch interessant nach Deutschland zu kommen, um in den Betrieben handwerkliche Kenntnisse zu sammeln, da es in Frankreich kaum noch eine duale Ausbildung, das heißt Ausbildung in Betrieb und Schule gibt."  Die gesamte Ausbildung finde in den Schulen statt. Außerdem empfänden die jungen Menschen die freundliche Aufnahme in den Betrieben einfach toll, auch wenn man in der kurzen Zeit des Hineinschnupperns gefordert werde.

Die auffallend guten Deutschkenntnisse der jungen Franzosen haben für Ute Zell-AI-Bahrani mehrere Gründe:

Junge Franzosen in deutschen Betrieben. Die Bilder zeigen Fanny und Létitia im Betrieb Modestudio Hofer-Rund in Uhldingen-Mühlhofen unter Anleitung der Chefin beim Zuschneiden und an der Nähmaschine.

"Viele Schüler aus dem Grenzbereich wählen die Fremdsprache Deutsch und außerdem können viele aus ihrem familiären Umfeld Deutsch." Der Austausch auf beruflich-schulischer Ebene sei eine gute Sache, diene er zum gegenseitigen Kennenlernen und Verstehen, aber auch dem Lernen aus der Praxis.

Ute Zell-AI-Bahrani von der Justus-von-Liebig-Schule hofft jedes Jahr neu auf offene Firmentüren, denn, wie sie sagt, "Europa wächst in kleinen Schritten zusammen."

 
 
 

Südkurier Überlingen, 03.08.2002

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