> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 23. Juli 2002
 

Grabpflege in Bulgarien

Jörg-Zürn-Gewerbeschule im Dienste der Kriegsgräberfürsorge.
Würdigung durch die Landesregierung Baden-Württemberg in Stuttgart

Eine Schülergruppe und Lehrer der Jörg-Zürn-Gewerbeschule Überlingen wurden für die Kriegsgräber-Arbeit jetzt von Ministerialdirigent Julian Würtenberger (vorne links) von der Landesregierung in Stuttgart ausgezeichnet.

Überlingen (hk)  Seit zehn Jahren steht die Jörg- Zürn-Gewerbeschule im Dienste der Deutschen Kriegsgräberfürsorge. Schülerinnen und Schüler pflegen Kriegsgräber in Ländern Osteuropas. Das Engagement der Schule wurde zwischenzeitlich von der Landesregierung in Stuttgart gewürdigt.

Zur Zeit sind wieder 25 Schülerinnen und Schüler der Jörg-Zürn-Gewerbeschule in Bulgarien tätig. Sie pflegen Kriegsgräber zusammen mit Lehrern im Auftrag des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Mit dabei sind auch Jugendliche aus dem Gastland Bulgarien.

Schwerpunkt der zurückliegenden vier Jahre war jeweils Bulgarien, wo die Jugendlichen in verschiedenen Regionen deutsche Soldatenfriedhöfe, die seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr gepflegt worden waren, in Stand setzten. Als Abschluss dieser Arbeiten wird jetzt der von Grund auf erneuerte Friedhof von Marinopole eingeweiht, der im Südwesten Bulgariens unmittelbar an der Grenze zu 

Mazedonien und Griechenland liegt. Ein zweiter Schwerpunkt ist die Arbeit für die Fortsetzung eines Friedenspfades, der entlang des Europa-Weitwanderwegs IV durch das Piringebirge von Bulgarien nach Griechenland führt.

Als Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit, die auch in den jewei ligen Gastländern große Beachtung findet, wurden jetzt Schülerinnen und Schüler samt ihrer Lehrer der Jörg-Zürn- Gewerbeschule in das Staatsministerium nach Stuttgart eingeladen. Für alle Teilnehmer war das der erste Besuch in der Villa Reitzenstein. Nach einer Führung durch die Repräsentations- und Arbeitsräume würdigte Ministerialdirigent Julian Würtenberger die Arbeit der Überlinger Schule. Neben der "Arbeit für den Frieden" auf den Friedhöfen hob er dabei insbesondere auch das Projekt des Friedenspfades hervor, mit dem ein Zeichen für eine gemeinsame Zukunft Europas gesetzt werden soll.  

 

 
 
 

Holger Kleinstück, Südkurier Überlingen, 23.07.2002

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