> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 20. Dezember 2001
 

Schüler helfen notleidenden Kindern

Jörg-Zürn-Gewerbeschule: Weihnachtscafé zu Gunsten von Waisenkindern und Flüchtlingen

Überlingen (hk) Als UNESCO-Projektschule unterstützt die Schülermitverantwortung (SMV) der Jörg-Zürn-Gewerbeschule seit Jahren Waisenkinderheime in Lateinamerika. Vor diesem Hintergrund fand auch ein Weihnachtscafé statt, das von vielen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrern besucht wurde. Der Erlös dieser Aktion, der von der SMV ohne Abzug an Caritas International weiter geleitet wird, kommt dieses Mal auch der Soforthilfe für afghanische Flüchtlinge zu Gute.

Die Aktion wurde zum dritten Mal an der Überlinger Gewerbeschule durchgeführt. Schülerinnen und Schüler der SMV boten vor dem neuen Musiksaal verschiedene Sorten Kuchen, Kaffee und Tee an; teilweise war kaum ein Durchkommen mehr. Dass die Aktion auf gute Resonanz stieß, bewies auch eine spontane Maßnahme einer weiteren Schulklasse. So hatten Schüler der einjährigen gewerblich-technischen Berufsfachschule Metall/ Kraftfahrzeue; (IBFM) Geld gesammelt und davon Kuchen zum Verkauf gekauft.

Wie Paul Baur und Hans Franz mitteilten, betreut Caritas International im pakistanischen Grenzgebiet schon seit Jahren afghanische Flüchtlinge, unterstützt in Afghanistan zehn Gesundheitsstationen. In Zusammenarbeit mit der Caritas will man erreichen, dass die Hilfen ausgeweitet werden. In verschiedenen Lagern soll 330 000 afghanischen Flüchtlingen über den Winter geholfen werden und ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht werden. Allein die Grundnahrungsmittel kosteten pro Person monatlich 20 Mark.

Im Rahmen eines Weihnachtscafés verkauften Schülerinnen und Schüler der Schülermitverantwortung (SMV) der Jörg-Zürn-Gewerbeschule Überlingen Kaffee und Kuchen. Der Erlös dieser Aktion kommt Waisenkinderheimen in Lateinamerika und afghanischen Flüchtlingen zu Gute.
Bild: Kleinstück

Waisenkinder in EI Salvador wiederum brauchen ein neues Kinderdorf, da viele nach dem Erdbeben obdachlos geworden sind, wie Hans Franz erklärte. Die Einkaufslisten seien lang, täglich müssten 3000, Kinder satt werden. Und in Haiti, einem der ärmsten Länder, herrsche unvorstellbare Not. 80 Prozent seien arbeitslos. Waisenkinder hätten nur mit einer Ausbildung eine Chance, der Armut entfliehen zu können. Mit den Spenden soll den Kindern die Tür zu einem besseren Leben geöffnet werden.

 
 
 

Holger Kleinstück, Südkurier Überlingen, 20.12.2001

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