> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 03. Juni 2003
 

Schüler entwerfen Solaranzeige

Künstlerische Gestaltung an der Anlage auf dem Gymnasiumsdach

Überlingen - Seit zwei Jahren liefert die auf dem Dach des Gymnasiums Überlingen installierte Photovoltaikanlage der aus der "Lokalen Agenda 21" hervorgegangenen Gesellschaft "Solares Bürgerdach" Strom. Und zwar mit rund 13000 bis 14000 Kilowattstunden pro Jahr soviel, dass damit ungefähr der Energiebedarf von fünf Einfamilienhäusern gedeckt ist. Was oben auf dem Dach passiert, ist zwar nicht sichtbar, aber Schüler und Lehrer der Schule, vor allem im technisch-physikalischen Fachbereich über Franz Großmann und Alois Benz sowie im künstlerisch-ästhetischen Fachbereich über Michaela Asshoff, wollten sich einbringen und ihr Engagement für die Umwelt dadurch zeigen, dass sie sich um das Anbringen einer wahrnehmbaren Solaranzeige an der Nordwestseite der Schulwand kümmerten. Eine Förderung dabei erfahren sie durch den Bund im Rahmen des Projektes "Sonne in der Schule" mit einer finanziellen Zusage von 3000 Euro gegenüber der Schule für dieses Vorhaben. Die Stadt Überlingen setzte noch eins drauf und stellte weitere 10000 Euro in Aussicht.

Einig waren sich die Projekt-Promotoren schnell, dass dieses Anzeige-Instrument nicht als Display nur Ziffern und Zahlen zeigen soll, sondern dass bewegliche Instrumente durch Bewegungsverlauf, Schnelligkeit oder Richtung die gewonnene Strommenge visualisieren und reagieren. So wird an der Fassade der Schule gleichzeitig eine ästhetische Gestaltung sichtbar. Die Sonne als gestaltendes Element setzte die Mitte des Denkens und Überlegens. Die ganze Anzeige wird eine Höhe von 13 Meter messen.

Ein komplexer Planungs- und Gestaltungsvorgang setzte ein, bei dem die Schüler - im Schuljahr 2001/2002 aus der Klassenstufe 11 und heute Jahrgangsstufe 12 - Pläne mit verschiedenen Skizzen und Modellen, 

Die Solaranzeige an der Fassade des Gymnasiums Überlingen im Modell

Farb- und Formvariationen lieferten - eine riesige Auswahl von möglichen Objekten für eine Solaranzeige, die nach funktionalen, künstlerischen und notwendigerweise auch statischen Kriterien untersucht und bewertet werden mussten. Seit September 2002 wurde ganz konkret an 1:1-Modellen gearbeitet.

Schul- und sogar schulartübergreifend wurde auch eine Metallverarbeitungsklasse der benachbarten Jörg-Zürn-Gewerbeschule mit ihren Lehrern Klaus Griesser und Martin Schmid für die handwerklich technische Umsetzung einbezogen. Voraussichtlich im Juli wird die Solaranzeige montiert und in Betrieb genommen werden können.

 
 
 

THEO WIELAND, Südkurier Überlingen, 03.06.03

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