> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 18. Dezember 2002 

Auf der Matte ganz vorne

Überlinger Judokas bei Schulmeisterschaft auf ersten Plätzen

Überlingen - Jungferntaufe in Überlingen bestanden: Mit doppelt so vielen jungen Sportlern wie im vergangenen Jahr punkteten die Veranstalter bei den Kreismeisterschaften des Bodenseekreises der Schulen im Judo. 65 Teilnehmer und Teilnehmerinnen von 17 Schulen aus Friedrichshafen, Salem und Überlingen traten innerhalb des Wettbewerbs "Jugend trainiert für Olympia" gegeneinander an.

Bei der Judo-Veranstaltung, die, wie es hieß, zum "Warmkämpfen und zum Erfahrung sammeln" dient, kämpfte zwar jeder Schüler für sich, doch zum Schluss wurden die jeweiligen Ergebnisse für die einzelnen Schulen ausgewertet. Und da haben die Überlinger, die auch die Hälfte aller teilnehmenden Jungen und Mädchen stellte, die Nase vorn. In der Gesamtwertung Oberstufe kam das Gymnasium auf den ersten Platz, gefolgt von der Gewerbeschule. Die zwei dritten Ränge belegten die Staatliche Fachoberschule Lindau und die Wiestorschule Überlingen. Bei der Unterstufe erreichte das Überlinger Gymnasium ebenfalls den Spitzenplatz, den zweiten Platz belegte die Realschule Überlingen und den dritten die Bodenseeschule Friedrichshafen.

Vier voll qualifizierte Kampfrichter - ein Kreis-, zwei Landeskampfrichter und einer mit Bundes-B-Lizenz - beurteilten die Kämpfer der Sechs- bis 19-Jährigen, darunter 15 Mädchen.

Der Grund für den grandiosen Überlinger Erfolg - in den vergangenen Jahren hatte die Gewerbeschule stets den ersten Platz belegt und war immer im Landesfinale - sieht Rolf Briddigkeit, Kreisreferent für Judo sowie Ausrichter und Organisator der Kreismeisterschaften, in der Kooperation Schule/Verein. Die Jörg-Zürn-Gewerbeschule, an der Briddigkeit auch als Sportlehrer und damit auch Judoka unterrichtet, arbeitet in sportlicher Hinsicht mit dem Judoverein zusammen. Diese Verquickung hat auch den Erfolg zur Folge.

Mit Schwung auf die Matte: Schüler und Schülerinnen von 17 Schulen aus Überlingen, Friedrichshafen und Salem maßen sich in Einzelkämpfen bei den Judo-Kreismeisterschaften der Schulen innerhalb des Wettbewerbes "Jugend trainiert für Olympia."
Bild: Keutner

Dass die Premiere in Überlingen rundum gelungen war und ohne ernsthafte Verletzungen über die Matten ging, führt Briddigkeit auch auf seine "rechte Hand", Markus Bollin, den Vorsitzenden des Judovereins Überlingen, zurück, "der sehr viel Einsatz gezeigt hatte." Aber auch das Rahmenprogramm überzeugte ihn. Viele interessierte Eltern hatten für Getränke, Kuchen und eine Kaffeestube gesorgt und den Kämpfen zugeschaut. Briddigkeit spricht deshalb "von einer ungewöhnlich freundlichen und entgegenkommenden Atmosphäre." Da wunderts wenig, dass Briddigkeit die nächsten Kreismeisterschaften 2003 wieder in Überlingen ausrichten will.

Doch zunächst dürfen die Judokas am 22. Januar 2003 zum Oberschulamtsfinale nach Reutlingen. Da es sich um eine Mannschaftsmeisterschaft handelt, müssen die Überlinger Schulen fünf Kämpfer aus den unterschiedlichen Gewichtsklassen zusammenstellen. Die Erstplatzierten nehmen dann am baden-württembergischen Landesfinale am 5. Februar 2003 in Friedrichshafen teil. Dort treffen sie auf Judokas aus der Region Stuttgart, Tübingen, Freiburg und Karlsruhe.

 
 
 

Südkurier Überlingen, 18.12.02

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