> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 21. Dezember 2002
   

Schüler helfen verwaisten Kindern

Schüler der Jörg-Zürn-Gewerbeschule veranstalten ein Weihnachtscafé zu Gunsten von Kinderdörfern in Lateinamerika

Überlingen (dut) Vor dem Hintergrund, verwaisten oder verlassenen Kindern zu helfen, fand ein Weihnachtscafé in der Jörg-Zürn- Gewerbeschule statt. Sehr viele Klassen hatten selbstgebackene Kuchen gespendet. Auch ein Hexenhäuschen, das von den Schülersprechern Carsten Gut und Tamara Kleinhans angefertigt worden war, stand zum Verkauf. Die Schülermitverantwortung (SMV) sorgte für einen reibungslosen Ablauf.

Franz Hans, katholischer Religionslehrer in der Oberstufe, sagte, dass sich die Zielsetzung dieser Weihnachtsaktion nicht geändert hat. Der gesamte Erlös komme dem Kinderhilfswerk "Unsere kleinen Brüder und Schwestern" zu Gute. "Das Engagement der Schüler steigt von Jahr zu Jahr", sagte Hans. Die Lehrer hätten sich bei der gesamten Organisation zurückgezogen. Die SMV handele weitgehend eigenständig. Es sei außerordentlich erfreulich, dass in kurzer Zeit eine derartige Aktion auf die Beine gestellt werden konnte. Nicht nur Kaffee, Kuchen, Säfte und Waffeln wurden verkauft, sondern auch Produkte des "Dritte Weltladens" wurden auf Kommission angeboten. Hans: "Damit möchte man die Schüler auf fair gehandelte Waren sensibilisieren."

Wie Franz Hans weiter erklärte, kümmert sich die Hilfsorganisation "Unsere kleinen Brüder und Schwestern" um Tausende verwaiste oder verlassene Kinder in sechs verschiedenen Ländern Lateinamerikas. Junge Menschen aus Mexico, Honduras, Haiti, Nicaragua und EI Salvador, die körperliche und seelische Narben durch Missbrauch, Aussetzung oder Verlust der Eltern erlitten hätten, würden aufgenommen und mit Würde behandelt.

Kuchen, Kaffee, Säfte und Waffeln verkauften die Schüler der Schülermitverantwortung im Rahmen des Weihnachtscafés an der Gewerbeschule Überlingen. Der Erlös kommt Waisenheimen zu Gute.
BILD: DUTTLINGER

Die Kinderdörfer geben Liebe und Geborgenheit. Sie ermöglichen den Jugendlichen eine Ausbildung und vermitteln ihnen Werte wie Teilen und Verantwortung. Nur so können die Kinder zu unabhängigen Erwachsenen heranwachsen. "Eine Ausbildung kann den Kreislauf der Armut durchbrechen. Unsere Schule wird hierbei mit Spenden helfen", sagte Franz Hans. Als UNESCO-Projektschule versucht die Jörg-Zürn- Gewerbeschule zu internationaler Verständigung und Zusammenarbeit zu erziehen.

Ein weiteres Projekt stellt Bruno Lick, evangelischer Religionslehrer und UNESCO-Beauftragter der Schule, in Aussicht: "Vom 24. März bis zum 4. April finden Schulaktionstage von der kirchlichen Jugendarbeit in Baden und Württemberg in Kooperation mit den Kirchen und dem Kultusministerium unter dem Motto "Jugend macht Schule" statt. Eine große Fotoaktion sei geplant, bei der alle Schüler einen Sponsor finden sollen. Das gesammelte Geld könne wiederum dem Kinderhilfswerk "Unsere kleinen Brüder und Schwestern" zu Gute kommen.

 
 
 

Duttlinger, Südkurier Überlingen, 21.12.2002

nach oben