> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 12. Juni 2004
 

Herkunft völlig unklar

Quecksilber: Polizei ermittelt

Überlingen (leb) In alle Richtungen ermittelt die Polizei im Fall des Quecksilbers, das in einem Aschenbecher im Außenbereich der Jörg-Zürn-Gewerbeschule aufgefunden wurde. Ein 17-Jähriger musste - wie berichtet - nach Vergiftungserscheinungen in das Krankenhaus eingeliefert werden. Der Schüler war zusammen mit 19 anderen Schülern mit dem Quecksilber in Berührung gekommen. Wie die Ermittlungen der Polizei zwischenzeitlich ergaben, waren 10 Milliliter des hochgiftigen Quecksilbers in einem Kunststoff-Fläschchen in dem Aschenbecher deponiert. "Die Herkunft ist allerdings noch völlig unklar", sagte gestern der Pressesprecher der 

Polizeidirektion Friedrichshafen, Wolfgang Hoffmann. Intensiv gehe die Polizei jetzt der Frage nach, wo das Quecksilber herstammen könnte, da es ja nicht wie Gummibärchen zu erhalten sei. Habe jemand das Quecksilber auf diese Art und Weise entsorgen wollen, dann bedeutet dies nach Hoffmanns Darstellung eine Umweltstraftat. Bei einer Quecksilbervergiftung können Störungen in allen Organen und Geweben des menschlichen Körpers auftreten. Besonders anfällig ist das Nervensystem. Quecksilber, ein flüssiges Metall, hat einen hohen Dampfdruck, verdampft bereits bei Zimmertemperatur und dehnt sich bei Wärme stark aus.

 
 
 

Südkurier Überlingen, 12.06.04