> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 22. Mai 2004
 

Hoffnung auf bewegtere Zeiten

Spatenstich zum Bau der Kreissporthalle - Mehr Raum für Schulen und Vereine

Überlingen (hpw) Schon mal "Hoffnung auf bewegtere Zeiten" machte der gestrige Spatenstich zum Neubau der Kreissporthalle Susanne Abt, der Leiterin der Justus-von-Liebig- Schule. Mit ihr durften sich auch die Kollegen Kurt Boch von der Jörg-Zürn-Gewerbeschule und Gerhard Krimmer von der Constantin-Vanotti- Schule freuen, dass das 5,6 Millionen Euro teure Projekt ihres Schulträgers, des Bodenseekreises, aus den Startlöchern gekommen ist.

Wozu ein "Brückentag" alles gut sein kann. Trotz strömenden Regens nutzte der Landkreis den Tag und ließ auch gleich beim zweiten Objekt in Markdorf zu den Spaten greifen. Im Namen aller Schulleiter dankte Susanne Abt dem Kreis, dass er auch diesen dringenden Wunsch der Schulen nach langjährigen zähen Verhandlungen über Planung und Kosten erfüllen kann. Angesichts der schwierigen Finanzlage sei dies keine Selbstverständlichkeit. Doch dringend notwendig allemal, wie die Schulleiterin mit dem Hinweis auf die "unzähligen ausgefallenen Sportstunden" betonte. Lediglich dank der guten Zusammenarbeit mit den städtischen Schulen sei es möglich gewesen, wenigstens in den Oberstufen die vorgeschriebenen Pflichtstunden anzubieten. Geradezu poetisch wurde Susanne Abt bei ihrem Blick in die Zukunft. Schon bisher sei das Überlinger Schulzentrum dank des steten Engagements des "großzügigen Schulträgers" eine "matt schimmernde Perle" gewesen, doch jetzt werde es zu einem "funkelnden Juwel".

In der Tat ist es ein Kraftakt für den Landkreis, zwei Sporthallen zum gleichen Zeitpunkt zu realisieren, wie Landrat Siegfried Tann zuvor schon betont hatte. Neben den 5,6 Millionen Euro in Überlingen investiere der Kreis weitere 4,35 Millionen in Markdorf. Dafür seien die Aussichten, den Kostenrahmen auch tatsächlich einzuhalten, sehr gut. Nach zeitgleicher

Trotz strömenden Frühlingsregens nahmen Vertreter des Bodenseekreises, der Stadt und der Schulen gemeinsam symbolisch den Spaten in die Hand - dann war Feierabend. Über den Startschuss zum Bau der 5,6 Millionen Euro teuren Kreissporthalle in Überlingen freuten sich Landrat Siegfried Tann (Zweiter von rechts) und Überlingens OB Volkmar Weber (Dritter von rechts) gleichermaßen.
Bild: Walter

Ausschreibung fast aller Gewerke und den ersten Auftragsvergaben habe man schon für rund 90 Prozent des Gesamtvolumens Kostensicherheit, betonte der Landrat. Die schwierige wirtschaftliche Lage sei "eine gute Zeit für Auftraggeber", auf der anderen Seite kalkulierten viele Betriebe "hart an der Grenze". Dass der Bedarf da sei, bekräftigte Tann noch einmal. Im Bodenseekreis sei die Geburtenrate zumindest "signifikant höher" als im deutschen Durchschnitt. "Unsere Bürgerinnen und Bürger sind aktiver und haben Mut zur Zukunft", freute sich der Landrat. Richtig sei, dass die Sporthalle Schulen und Vereinen zugute komme. "Denn unsere Kinder haben immer noch viel zu wenig Bewegung und sitzen zu lange vor dem Fernseher oder dem Computer", meinte Tann.

Auch für Überlingens Oberbürgermeister Volkmar Weber ist der Bau der Kreissporthalle ein ganz wichtiger Schritt und ein "ganz wichtiges Zeichen". Die Investitionen könnten die Handwerker dringend gebrauchen, von der Halle würden die Überlinger Vereine profitieren und mit ihren Veranstaltungen auch den Namen der Stadt ins Land hinaus tragen.

 
 
 

Hanspeter Walter, Südkurier Überlingen, 22.5.04

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