> Pressespiegel > Bericht: Südkurier, 24. Februar 2004
 

Ende der Raumnot in Sicht

Gewinner des "Planspiels Börse 2003" im Gebiet der Sparkasse Bodensee geehrt

Überlingen (hpw) An modernen Sportstätten sollte die Stadt ab Herbst 2005 keinen Mangel mehr leiden. Nach der Wiestorsporthalle, die noch in diesem Sommer in Betrieb genommen werden soll, wird mit der neuen Kreissporthalle auf dem Kronauer-Gelände zwischen Berufsschulen und Gymnasium eine noch großzügigere Anlage zur Verfügung stehen.

Außer den beruflichen Schulen, deren Träger der Bodenseekreis ist, werden sich in der neuen Kreissporthalle auch die örtlichen Vereine und Sportgruppen austoben können. Vorgeschichte, Konzept und den voraussichtlichen Zeitplan stellten Kreiskämmerer Helmut Reitemann, Michael Sterk von der Liegenschaftsverwaltung des Bodenseekreises und Architekt Nils Kolberg dem Gemeinderat vor.

Erfreut zeigte sich Oberbürgermeister Volkmar Weber, dass der Kreis seine Pläne aufrecht erhalten hatte und rund 5,6 Millionen Euro in eine große Sporthalle samt Tiefgarage investiere. Letztere ein Tribut an die schwierige Parksituation im Überlinger Schulzentrum. Dabei ist es ein Novum, dass der Bodenseekreis Mittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro in eine Tiefgarage steckt. Für OB Weber trägt das Vorhaben zur weiteren Stärkung Überlingens als Schulstandorts bei. Insgesamt besuchten täglich mehr als 6300 Schüler die verschiedenen Bildungseinrichtungen, sagte Weber, fast 2000 strömen in die drei beruflichen Schule des Bodenseekreises. Die Investition in den Sport betrachtete der OB als Beitrag zur ganzheitlichen Erziehung und "Ansatz gegen zunehmende Gewaltbereitschaft an Schulen".

Bis 2010 rechnen die beruflichen Schulen noch mit einem weiteren Anstieg der Schülerzahlen, erklärte der Kreiskämmerer. Daher habe der Kreistag dem Wunsch der Stadt Überlingen nach einer Sporthalle für die Kreisschulen Rechnung getragen, obwohl das Projekt zwischenzeitlich auf der Kippe gestanden habe. Die Kreisumlage habe das Vorhaben zwar mit 0,3 Prozent belastet, doch sah Reitemann darin auch einen Beitrag für die heimische Bauwirtschaft.

Zum neuen Sportzentrum gehören neben einer großen Haupthalle von 27 auf 45 Metern, die dreifach geteilt werden kann, auch ein eigener Fitnessraum und eine weitere Gymnastikhalle mit rund 200 Quadratmetern. Auf Wunsch der Vereine sei auch eine Galerie mit einer Kapazität von maximal 200 Zuschauern vorgesehen,

Standort für die neue Sporthalle in Überlingen, die vom Bodenseekreis gebaut wird: Die Kronauer-Halle im Schulzentrum, die abgerissen wird.
Bild: Walter

erläuterte Michael Sterk. Durch eine  Bewirtschaftung mit Parkgebühren verspricht sich der Kreis eine kontrollierte Nutzung der Tiefgarage, die die Parksituation insgesamt allerdings nicht entlasten wird - im Gegenteil. 86 Plätze werden zur Verfügung stehen, weitere Parkplätze wird es oberirdisch auf dem oberirdischen Restgelände geben. Summa summarum werden später 30 Plätze weniger zur Verfügung stehen.

Die Ausschreibungen für die meisten Gewerke laufen derzeit. Die Osterferien sollen genutzt werden, um die bestehenden Gebäude auf dem Gelände abzureißen. Im Juni hofft Sterk mit den Rohbauarbeiten beginnen zu können: "Wir hoffen, dass wir die Baustelle dann vor dem Winter dicht haben und durchschaffen können.

Sein "gestalterisches Konzept" stellte Architekt Nils Kolberg vor, der durch abgegliederte Baukörper für die kleineren Zusatzräume dem ganzen Ensemble die Massivität nehmen will. Die Heizung und Klimatisierung soll wie bei der Wiestorhalle über ein so genanntes "Soft Air System" erfolgen, das eine zielgerichtete Frischluftversorgung gewährleistet und bei dem 90 Prozent der Wärme zurückgewonnen werden können. Dass - im Gegensatz zur Wiestorhalle - auch ein externer Sonnenschutz vorgesehen ist, freute manchen Stadtrat besonders.

Als "quadratisch, praktisch, gut" bezeichnete Stadtrat Oswald Burger (SPD) die Planung und wünschte sich Offenheit für eventuelle künstlerische Gestaltungsmaßnahmen durch Schüler. "Ich bin sicher, dass da etwas machbar ist", sicherte Nils Kolberg zu.

 

 
 
 

Hanspeter Walter, Südkurier Überligen, 24.02.04

nach oben