> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 20. Dezember 2005
 

Dichter beeindrucken

E. Berg und A. Elhardt an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule

Überlingen - Im Deutschunterricht konnten Schülerinnen und Schüler der Jörg-Zürn- Gewerbeschule zwei Schriftsteller kennen lernen. Die Lyrikerin Eva Maria Berg und der Satiriker Armin Elhardt verkörpern denkbar unterschiedliche Arten der Literatur.

Die in Waldkirch bei Freiburg lebende Eva Maria Berg ist eine politisch engagierte Autorin, die ihre Werke als "Kommentare zur Zeit" versteht, und die "sich nicht abfindet mit der Welt, in der wir leben".

In Gedichten zum Thema "Begegnung" kommen vor allem Verständnisschwierigkeiten zwischen den Menschen zum Ausdruck. Auch mit den Medien befasst sich Eva Maria Berg, zum Beispiel in den Versen: "Als der Fernseher ausging, hatten die Ereignisse die Grenzen des Erträglichen überschritten." Eindringlich schildert Eva Maria Berg die Konsequenzen aus dem Umstand, dass wir im Jahrhundert der Emigration leben. Das

Schicksal von Flüchtlingen, bei deren Betreuung die Autorin in ihrer Heimat beteiligt ist, setzt sie zum Weihnachtsgeschehen in Bezug.

Während die sensiblen Sätze der Lyrikerin aus dem Badischen bei den Schülern nachhallen, spricht der zweite Dichter eine andere Sprache. Armin Elhardt kommt aus Stuttgart, arbeitet im Schuldienst und lebt in Freiberg am Neckar. In seinem umfangreichen Werk überwiegen ironische und satirische Tonarten in Kurzprosa und Versen. Er imitiert und veralbert literarische Vorlagen, er setzt Pointen, um Erkenntnissen zum Licht des Bewusstseins zu verhelfen, benutzt das Lachen als Hilfe bei der Befreiung von verborgenen Wahrheiten. Das ist dem Bewusstsein der Schüler aus der Berufsfachschule und dem Technischen Gymnasium sehr gemäß. Die Begegnung mit der Dichtung in der Schule hat die Schüler der Jörg-Zürn-Gewerbeschule nachdenklicher gemacht.

 
 
 

Südkurier Überlingen, 20.12.05

nach oben