> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 05. Dezember 2005
 

"Da macht Sport doch Spaß"

Athletische Akzente bestimmen Eröffnungsfeier für die Schulsporthalle des Kreises

Ganz im Zeichen des Sports stand am Samstag die Einweihung der neuen Sporthalle der Beruflichen Schulen in Überlingen. Der Bodenseekreis als Bauträger hatte sie für 5,6 Millionen Euro unter der Federführung des Überlinger Architekturbüros Kolberg errichten lassen.

Überlingen - Selten ist ein neues Gebäude angemessener eröffnet worden: Schüler und Lehrer der Beruflichen Schulen demonstrierten mit Vorführungen der Sportarten Tanz, Tischtennis, Judo und Basketball, wie viel Spaß Bewegung macht - vor allem in einer topmodernen Halle. Ganz im Zeichen des Sports standen auch die prägnanten Reden von Landrat Siegfried Tann, Bürgermeister Ulrich Lutz, Oberstudiendirektor Kurt Boch, der für alle drei Schulen sprach, und Architekt Nils Kolberg. Auch der evangelische Pfarrer Gerd August Stauch, der bei der ökumenischen Einweihung für "das Wort" zuständig war, während sein katholischer Amtsbruder Vikar Sumser die "sinnliche Handlung" ausübte, würdigte Sport als "Form der Kommunikation, die jeder elektronischen überlegen ist".

Die Schul-Basketballer nahmen die Sportsfreunde beim Wort und bauten den Landrat, den Bürgermeister, den Architekten und Schulleiter Gerhard Krimmer kurzerhand in ihre Teams ein. Tann konnte somit gleich selbst ausprobieren, was er in seiner Rede vermutet hatte: "Das muss Spaß machen, in dieser Halle Sport zu treiben." Außerdem erinnerte Tann an die Vorgeschichte des Gebäudes, mit dessen Bau man im Mai 2004 begonnen hatte, nachdem der Kreistag ihm im Dezember 2001 grundsätzlich zugestimmt hatte. Die Sportbereiche der neuen Halle umfassen 15831 Kubikmeter Raum, hinzu kommt die Tiefgarage mit rund 8000 Kubikmetern. Leider müsse man für letztere Parkgebühren verlangen, weil man aufgrund dieser gewerblichen Nutzung die Mehrwertsteuer fürs Gesamtobjekt absetzen könne. Zwei Drittel der Auftragssumme seien übrigens an Unternehmen in der Region geflossen, 12,5 Prozent von ihnen direkt im Bodenseekreis angesiedelt. Ferner betonte Tann, dass der Kreis seit 1973 rund 30 Millionen Euro in den Schulstandort Überlingen investiert habe.

Bürgermeister Lutz würdigte diese Leistung und meinte, wenn Überlingen als Mittelzentrum "in einem Punkt ausgebaut wurde, dann im Bereich der Schulen". Die Halle sei eine "Investition in die Zukunft" des Schulstandortes und auch eine Bereicherung für die Sportvereine. Einziger Wermutstropfen seien die gestiegenen Hallenentgelte. Die gute Nachricht: Ihre eigenen Hallen wolle die Stadt für die Jugendarbeit nach wie vor kostenlos zur Verfügung stellen, die Nutzung der Kreissporthalle für diesen Zweck subventionieren.

Die symbolische Schlüsselübergabe (von links): Architekt Dietmar Kolberg, Kurt Boch (Jörg-Zürn-Gewerbeschule), Gerhard Krimmer (Constantin-Vanotti-Schule), Susanne Abt (Justus-von-Liebig-Schule), Landrat Siegfried Tann und Architekt Nils Kolberg. 
Die neue Sporthalle von der Eingangsseite aus gesehen.
Bilder: Floetemeyer

Kurt Boch, Leiter der Jörg-Zürn-Gewerbeschule, lobte im Namen seiner Kollegen die neue Sportstätte als Vorzeigeobjekt im westlichen Bodenseekreis. "Sie erleichtert uns die pädagogische Arbeit und unterstützt uns in unserem Bildungsauftrag." Boch betonte die gesamtgesellschaftliche Bedeutung des Sports in puncto Gesundheit und sozialem Verhalten.

Architekt Nils Kolberg sagte, die "nicht alltägliche Aufgabe, eine Halle zu bauen", erfordere vom Planer Qualitäten, die auch im Sport entscheidend seien: "Ausdauer, Disziplin, Konzentration, Teamgeist und Fairneß." Der Bau gleiche einem Spiel, "wo jeder sein Bestes gibt, damit am Ende die Mannschaft gewinnt".

Ihr Bestes gaben auch die Gestalter der Feier, die Schüler-Moderatoren David Hagenkötter und Sofia Gadain, die auch mit Gesangseinlagen beeindruckte, die jungen Sportler und ihre Lehrer sowie die Ehemaligen der Stadtkapelle, die der Veranstaltung musikalischen Schwung verliehen.

 
 
 

SYLVIA FLOETEMEYER, Südkurier Überlingen, 05.12.05

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