> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 30. März 2006
 

Jugend erinnert sich

Gewerbeschüler legen Dokumentation zur Ufa-Reise vor

Überlingen - Eine umfangreiche Dokumentation zur mittlerweile 13. Schülerbegegnung des Volksbunds deutscher Kriegsgräberfürsorge haben Schülerinnen und Schüler der Jörg-Zürn-Gewerbeschule vorgelegt. Auf mehr als 80 Seiten dokumentieren die Jugendlichen dabei ihre Reise nach Ufa in Baschkirien im Sommer des vergangenen Jahres (der SÜDKURIER hatte ausführlich berichtet). In dem Land, aus dem die Mehrzahl der Opfer des Flugzeugunglücks vom Juli 2002 stammte, lernten die Heranwachsenden Gleichaltrige ebenso wie die Landschaft und das Leben am Ural kennen. Gepflegt wurden zudem Gräber, und zwar dieses Mal auf dem Gefangenenfriedhof Lopatino bei Ufa. Ein Besuch jenes Friedhofes, auf dem die Opfer des Flugzeugunglücks - zumeist Kinder - bestattet sind, stand ebenfalls auf dem Programm.

Die Lehrer Hubert Gobs, Karl Barth und Markus Bittmann sowie Nadja Wintermeyer als Dolmetscherin haben die Jugendlichen aus Überlingen und Umgebung bei ihrer Reise begleitet. Die Dokumentation, die in einer Auflage von 120 Stück gefertigt wurde, beweist nun schriftlich, wie vielfältig die Erfahrungen in dem Land waren.

Die Jörg-Zürn-Gewerbeschule blickt nun bereits wieder nach vorne und bereitet sich auf die nächste

Auf dem Südfriedhof in Ufa gedachten Schüler der Jörg-Zürn-Gewerbeschule der Opfer des Flugzeugunglücks vom Sommer 2002.
Bild: JZGS

Schülerbegegnung vor. Diesmal führt die Reise nach Masuren in Polen, berichtet Karl Barth, wo Soldatengräber des Ersten Weltkriegs gepflegt werden sollen. Geschlafen wird während der Arbeiten in einer Schule, Reisen nach Danzig und zum KZ Stutthof stehen ebenfalls auf dem Programm. In der Vergangenheit waren Schüler der Gewerbeschule bereits in der Slowakei, Slowenien, Rumänien und Bulgarien im Einsatz. Die diesjährige Reise ist die dritte, die nach Polen führt.

 
 
 

Roland Burger, Südkurier Überlingen, 30.03.06

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