> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 05. September 2006
 

Auf das richtige Maß kommt es an

13 Schreinerlehrlinge bestehen ihre Gesellenprüfung

13 Schreinerlehrlinge können sich über ihre bestandene Gesellenprüfung an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule in Überlingen freuen. Bis zu 120 Stunden hatten die Prüflinge Zeit, ihren Arbeiten die richtige Form zu geben. Jetzt konnten interessierte Besucher einen Blick auf die Ergebnisse werfen.

Überlingen - Jede Menge Arbeit liegt hinter den Auszubildenden. Bereits im Frühjahr galt es, eine Entwurfszeichnung einzureichen. Ein Prüfungsausschuss begutachtete die Entwürfe, bevor es für die Lehrlinge an die endgültige Bauzeichnung ging. An die hatten sich die Prüflinge beim Anfertigen ihrer Gesellenstücke zu halten. Maßgenauigkeit sei ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung, erklärt Gert Pechmann, Lehrer an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule. Außerdem müsse das Stück fach- und werkstoffgerecht konstruiert und bewegliche Teile wie Schubladen funktionsfähig sein. Auch die Bearbeitung der Oberfläche werde überprüft. "Das Gesellenstück muss schon höheren Qualitätsansprüchen genügen", betont Pechmann.

Zwar können die Besucher während der Ausstellung einige gelungene Arbeiten entdecken. Ganz zufrieden ist Pechmann in diesem Jahr allerdings nicht. Drei Prüflinge scheiterten an der Arbeitsprobe, die neben dem Gesellenstück den zweiten Teil der praktischen Prüfung darstellt. So hatten die Prüflinge die Aufgabe, ein Werkstück anzufertigen.

Nach erfolgreicher Arbeit können nicht nur die Gesellenbriefe in Empfang genommen, sondern die Ergebnisse auch stolz präsentiert werden. Andreas Hößler ist froh, dass er es geschafft hat. Während

Ein massiver Blickfang: Sebastian Stehle präsentiert sein Gesellenstück in der Aula der Constantin-Vanotti-Schule.
Bild: Unger

der Planung und Arbeit sei man völlig auf sich allein gestellt. Mit der Zeit sei er gut hingekommen und bis auf kleinere Schwierigkeiten sei alles glatt verlaufen.

Einen besonders auffälliges Stück hat Sebastian Stehle gestaltet. Sein erarbeitetes Möbelstück hat er in einer großen Holzhand angebracht. Auf die Idee kam der frisch gebackene Geselle bereits im ersten Lehrjahr durch eine Fernsehreportage.

Die aufregende Prüfungszeit liegt zwar hinter den Auszubildenden. Jetzt sei die spannende Frage aber, wie es nach dem Gesellenbrief weitergehe, macht Pechmann deutlich. "Das ist ein entscheidender Lebensabschnitt."

 
 
 

Florian Unger, Südkurier Überlingen, 05.09.06

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