> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 11. Oktober 2005
 

Vom Naturschutz angetan

Besuch der Unesco-Mitarbeiterin Elvira Galimova an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule

Überlingen - Im Sommer haben Schüler der Jörg-Zürn-Gewerbeschule ihre bislang weiteste Reise unternommen: Bei einem Arbeitseinsatz des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge pflegten sie einen Friedhof ehemaliger Kriegsgefangener in Ufa, Hauptstadt der Republik Baschkortostan innerhalb der Russischen Föderation. An die einwöchige Arbeit schloss sich ein Freizeitprogramm mit Wanderungen und Flussexkursionen in den Nationalparks des Ural an.

Rund zwei Monate später erfolgte nun eine Gegeneinladung: Die Schule lud Elvira Galimova zu einem 14-tägigen Erfahrungsaustausch nach Überlingen ein. Sie war als "Chief Specialist" des Unesco-Büros in Ufa für die Logistik vor Ort verantwortlich gewesen und hatte wesentlich zum Erfolg der Reise beigetragen. Auch zehn baschkirische Studentinnen und Studenten arbeiteten damals in der deutschen Gruppe mit und nahmen am Freizeitprogramm teil.

Die Jörg-Zürn-Gewerbeschule ist als Unesco-Projektschule den Grundideen der Organisation in Erziehung und Wissenschaft verpflichtet. Als diplomierte Anglistin zeigte sich Galimova besonders interessiert am Englischunterricht in den unterschiedlichen Schularten, da erst die Beherrschung von Fremdsprachen internationale Begegnungen ermögliche.

Eine der Hauptaufgaben der Unescon in Ufa ist beispielsweise das Veranstalten von Jugendbegegnungen. Für 2006 ist ein internationales Jugendcamp mit bis zu 300 Jugendlichen aus aller Welt geplant.

Dabei sollen gezielt auch deutsche Jugendliche angesprochen werden. Bürgermeister Lutz, der 

Schulleiter Kurt Boch von der Jörg-Zürn- Gewerbeschule heißt Elvira Galimova, Unesco im baschkirischen Ufa, willkommen. 
Bild: Bittmann

selbst schon Baschkortostan bereist hat, zeigte sich bei einem Empfang im Rathaus angetan von der Idee: "Gute Projekte verdienen es immer gefördert zu werden." Auch beim Landratsamt Bodenseekreis und bei einem Besuch im Sozialministerium Stuttgart stieß Galimova auf reges Interesse für die Idee einer "Reise für den Frieden".

Ökologische Projekte sind in Baschkortostan noch eher selten, werden aber von Naturschützern energisch vorangetrieben. Beeindruckt zeigte sich Galimova deshalb von den vielfältigen Bemühungen zum Erhalt der Natur in der Region, beispielsweise bei einem Besuch des neu angelegten Weihers in Billafingen. "Naturschutzgebiet" sei eine der wichtigsten Vokabeln ihres Aufenthalts. Aber auch die Reichenau als Weltkulturerbe setze Maßstäbe für vergleichbare kulturelle Projekte in der Republik Baschkortostan.

 
 
 

Markus Bittmann, Südkurier Überlingen, 11.10.05

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