> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 27. April 2006
 

Kicken für Fairness

Gewerbeschüler beteiligen sich an Unesco-Projekttag

Überlingen - Fairplay setzt voraus, dass man seine Gegner respektiert und ehrlich sowie mit Rücksichtsnahme spielt", machte Sven Reis seinen Mitschülern deutlich. Fairness und Respekt stand bei Schülern und Lehrern der Jörg-Zürn-Gewerbe-Schule am 20. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ganz oben auf der Tagesordnung.

Unter dem Motto "Lebens(t)raum Sport - fit - friedlich - fair - für eine Welt" beteiligte sich die Unesco-Projektschule aus Überlingen wie 170 andere Schulen in Deutschland an den internationalen Projekttagen. Die Unesco-Projekte sind aus einer Solidaritätsaktion am 26. April 1996 - zehn Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl - entstanden.

Bei den diesjährigen Projekten nimmt der Sport eine zentrale Rolle ein. Das Bewusstsein für interkulturellen Dialog und die Unterstützung der Entwicklungsländer soll durch die Unesco-Projekte gefördert werden. Die Überlinger Gewerbeschule verband den Fairnessgedanken des Projektes mit einem sportlichen Kräftemessen in der neuen Kreissporthalle. Bei zwei Fußballspielen ging es zwischen Lehrern und Schülern so richtig zur Sache. Der Fairplay-Gedanke blieb aber trotz allem nicht auf der Strecke. Die beiden Spiele endeten - wie ein weiteres Duell zwischen zwei Schülermannschaften - mit einem Unentschieden.

Kampf um das runde Leder: Im Rahmen des sechsten Unesco-Projekttages spielten Schüler der Jörg-Zürn-Gewerbeschule gegen ihre Lehrer.
Bild: Unger

"Fairplay ist aber nicht nur im Sport wichtig, sondern in unserem ganzen Leben und Handeln", meinte Schüler Sven Reis in seiner Eingangsrede. Aus diesem Grund möchte Lehrer und Unesco-Vertreter Bruno Lick den Projekttag als Initialzündung sehen, dem weitere Aktionen für die Dritte Welt folgen. Die nächste Möglichkeit bietet der Überlinger Lebenslauf am 19. Mai, für den die Schüler begeistert werden sollen.

 
 
 

Florian Unger, Südkurier Überlingen, 27.04.06

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