> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 25. August 2006
 

Stilvolle "Herberge" mit hohem Komfort

Hoher Standard der Schülerwohnanlage an der Obertorstraße

Von solchen Appartements können viele Studenten nur träumen. Der hohe Standard der Schülerwohnanlage an der Obertorstraße macht die "Herberge", wie sie offiziell heißt, auch als preisgünstiges Domizil für Radtouristen und Feriengäste attraktiv. Investor und Planer war Architekt Peter Burkhardt, betrieben wird die Unterkunft von Pächterin Christa Weyand.

Überlingen - Was lange währt, wird endlich gut. Wenn diese Aussage irgendwo gelten sollte, dann bei dem neuen Domizil für Schüler und Studenten, Feriengäste und Reisegruppen, das in diesen Tagen in der Obertorstraße eröffnet wurde. Dringenden Bedarf hatte vor allem die Jörg-Zürn- Gewerbeschule schon sehr lange angemeldet; und die nun fertiggestellte Unterkunft übertrifft die Erwartungen an ein Wohnheim bei weitem. Die "Herberge" ist nicht nur ein architektonisches Vorzeigeobjekt, der hohe Ausbaustandard der insgesamt 55 Appartements verschiedener Größe bietet Komfort und hat im Detail viele ästhetische Qualitäten.

Seit Jahren wurden in erster Linie für das Berufskolleg der Biologisch-Technischen Assistenten (BTA) und die Auszubildenden im Glaserhandwerk finanzierbare Unterkünfte gesucht. Lange Zeit war nach einem Investor, einem Standort und einer vertretbaren Lösung gesucht worden. Schon im Februar 2003 hatte Architekt Peter Burkhardt einen ersten Entwurf vorgelegt, als der Bauausschuss plötzlich den Standort in Frage stellte. Nach einem Hilferuf der Schule folgten die nächsten Anläufe. Nach einem Konsens über das Konzept verzögerte sich die Räumung der städtischen Mietwohnungen, nach dem Baubeginn kam die Fertigstellung ins Stocken.

Umso zufriedener mit dem Ergebnis und der Qualität ist nun Pächterin Christa Weyand, die die "Herberge" betreibt. Beratend zur Seite steht ihr Mann Rainer Weyand, der beim Studentenwerk Konstanz den Bereich Wohnen leitet und seine Erfahrungen mit einbringen kann. Wohlwollend aufgenommen im Kreis der Überlinger Gastgeber fühlten sich beide in Gesprächen mit der Jugendherberge und dem Hotel- und Gaststättenverband.

In der Tat ist das neue Angebot nicht nur eine Ergänzung im Bettenangebot der Stadt, die Anlage ist auch von Architektur und Konzept her eine echte Bereicherung. Das lichte Gebäude ist nach biologisch-ökologischen Grundsätzen erstellt, mit seiner strengen Geometrie, klaren Linien und modernem Design hat es auch einen ansprechenden Stil. Die Böden bestehen aus natürlichem Eichenparkett, Türen, Schränke und

Für Schüler, Studenten und in den Ferien auch für Urlauber bietet die neue "Herberge" in der Überlinger Obertorstraße preisgünstige Unterkünfte an. Betrieben wird die Wohnanlage von Pächterin Christa Weyand (Bild unten).
Bilder: Walter

Arbeitsplatten wurden vom Schreiner aus Multiplexhölzern eigens nach Maß angefertigt, die Sanitärräume sind ebenso elegant wie funktional konzipiert. Jeder Raum verfügt zudem über einen eigenen Internetanschluss. Mehrere Räume in dem barrierefreien Gebäude sind behindertengerecht ausgebaut und über den Aufzug gut zu erreichen. Wärme und warmes Wasser liefert eine moderne Holzpelletsheizung.

Auf eine Mischnutzung zielt das Gestaltungs- wie das Finanzierungskonzept. Für das kommende Schuljahr sind schon rund 30 Mietverträge abgeschlossen worden. Um einen wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten, werden in den Ferienzeiten auch Räume an Urlauber vermietet. Zur Zielgruppe gehören zum einen Radtouristen, aber auch Reisegruppen und Tagungen, für die es im Untergeschoss die erforderliche Infrastruktur gibt.

 
 
 

HANSPETER WALTER, Südkurier Überlingen, 25.08.06

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