> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 04. Mai 2007
 

Lauter originelle Möbel

Schreinerschüler der Jörg-Zürn-Gewerbeschule zeigen Projekte

25 Schreinerschüler des dritten Lehrjahrs an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule haben ihre Projektarbeiten präsentiert. Bereits im zweiten Lehrjahr haben die Schülerinnen und Schüler mit der Erstellung ihrer Projektmöbel begonnen, die als Vorbereitung auf die Gesellenprüfung dient.

Überlingen - Die Gesellenprüfung werden die Schüler in den kommenden Wochen absolvieren. Dabei werden ähnliche Anforderungen gestellt wie bei der Projektmöbelerstellung. Vorgabe für das Projektmöbelstück war, ein kleines, schwarzes Schränkchen mit Schublade und Tür zu bauen und es in das jeweilige Möbelstück, das die Schüler selbst entworfen haben, zu integrieren. Stefanie Gaus hat zum Beispiel ein Eck-Regal nach Feng-Shui-Maßen gefertigt. Jeder Abschnitt des Regals stehe für ein bestimmtes Symbol wie Zufriedenheit, Glück oder Liebe.

Christian Wagner hat den schwarzen Korpus in einen hohlen Apfelbaum gesetzt und zusätzlich Plexiglaskorpusse eingearbeitet. Nils Strobel hat einzelne, schwarze Kreissegmente und blaue Füßchen zu einem harmonisch wirkenden Tischchen verarbeitet und Jörg Zurek hat den Korpus liegend in sein Möbel eingebaut, das mit edlen Nussholzstreben sehr künstlerisch wirkt. Die orangefarbene Rückwand rundet das originelle Kästchen ab und die Oberfläche des Möbels dient als Tablett.

Jan Harbott hat die Türe seines Schränkchens mit Kirschbaum furniert und ein Regal in ursprünglicher und rustikaler Form darum herum gebaut, wozu er Bretter aus wildem Kirschbaum verwendet hat. Bei der Arbeit seines Bruders Alexander Harbott gehen Ahorn und Nussbaum, die Harbott aufeinander verleimt hat, eine schöne Symbiose ein. Alexander Harbott hat sein Schränkchen auch getauft: "Ahorn küsst Nussbaum.".

Alle Schüler bewiesen bei der Präsentation Selbstsicherheit und Ideenreichtum: Die Möbel, die die angehenden Schreiner vorstellten, waren allesamt originell und hatten einen jeweils

Schreiner stellen die Projektarbeiten an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule in Überlingen vor: Jan Harbott und sein ursprünglich wirkendes Regal.
Bild: BAST

unverkennbaren, eigenen Stil. Bei der Vorstellung ihrer Arbeiten berichteten die Schüler ihren Klassenkameraden und Lehrern, wie ihnen die Idee zu ihrem Möbelstück gekommen war, mit welchen Problemen sie bei dessen Errichtung zu kämpfen hatten und wie sie sie letztendlich gelöst haben. Dabei wurde viel gelacht, die Stimmung zwischen Lehrern und Schülern war locker und entspannt.

Wie der technische Lehrer Karl Barth erklärte, haben die Schüler das schwarze Kästchen im zweiten Lehrjahr gefertigt und im dritten Lehrjahr an den Details gearbeitet. Da sich die Fertigung des Möbelstücks somit über eine recht lange Zeit hingezogen hat, sei es schwierig gewesen, die Spannung zu halten, erklärte Barth und lobte seine Schüler: "Ihr habt alle tolle Möbel gebaut."

 
 
 

EVA MARIA BAST, Südkurier Überlingen, 04.05.07

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