> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 23. Februar 2008
 

Assistenten fürs Labor gefragt

Pharmafirma Roche sucht am Berufskolleg der Jörg-Zürn-Gewerbeschule

Das findet man wirklich nicht alle Tage, aber inzwischen jedes Jahr am Berufskolleg für biologisch-technische Assistenten der Jörg-Zürn-Gewerbeschule: Die Pharmafirma Roche Diagnostics mit ihrem Personalmanagement, Wissenschaftlern und Laborassistenten wirbt um neue Mitarbeiter.

Überlingen - "Die Gesundheitspioniere suchen technische Assistenten", haben die Gäste ihr zweistündiges Programm überschrieben. Ein gutes Zeichen für die so umworbenen Abgänger des Berufskollegs, dass ihre Ausbildung und ihre Kenntnisse auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind.

So stellt Erika Dillmann vom Personalmarketing gern die Qualitäten des Roche-Standorts in Penzberg heraus. "50 Kilometer von München, die Zugspitze vor der Haustür und den Starnberger See im Rücken", umschreibt sie die Lage des großen Entwicklungs- und Produktionszentrums, das hier fast 5000 Mitarbeiter beschäftigt.

Weitere Gründe für die Arbeit versucht die Chemikerin und Leiterin einer Forschungsabteilung für Diagnostika deutlich zu machen. Spannend finden kann dies nur, wer sich schon intensiver mit den komplexen Systemen der Immunabwehr, mit Antikörpern, allergischen Reaktionen und Krebstherapie befasst. Aktuelle Themen und Herausforderungen sind es für Biologen und Chemiker, Biochemiker und Mediziner allemal.

Der Alltag eines technischen Assistenten ist zwar nicht immer so spannend, doch von Verantwortung geprägt, wie die junge Roche-Mitarbeiterin Erika Reider in ihrem Beitrag über die Pharma-Produktion deutlich macht. Denn

Angehende biologisch-technische Assistenten sind in der Pharma-Industrie heftig umworben, wie die Schüler der Jörg-Zürn-Gewerbeschule Überlingen.
 Chemikerin Martina Bronold (links) stellte aktuelle Forschungsprojekte vor.
Bilder: Walter 

Penzberg ist einer der wenige Standorte der Pharma-Industrie, an dem die Entwicklung von Diagnostika und die Produktion von Heilmitteln zusammengeschlossen ist. Die Arbeitsbedingungen und die Leistungen sind tatsächlich attraktiver als in vielen anderen Branchen.

Froh ist daher auch die Jörg-Zürn-Gewerbeschule, dass die Absolventen ihres Berufskollegs gefragt sind. Seit sechs Jahren hat sich das Berufskolleg in zwei Ausbildungsrichtungen differenziert. Neben der Fachrichtung "Biologie und Biotechnologie" gehört seit Februar 2001 der zweite Schwerpunkt "Bioinformatik und Mikrobiologie" zum Ausbildungsprogramm. Pro Jahr und Fachrichtung werden jeweils 24 Kollegiaten aufgenommen.

 
 
 

Hanspeter Walter, Südkurier Überlingen, 23.02.08

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