> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 27. Mai 2008
 

Engagement mit hoher Qualität

Bernhard Schnetter aus Überlingen für Jugendarbeit im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ausgezeichnet

Überlingen (as) Auf dem Landesvertretertag des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) Baden-Württemberg ist Bernhard Schnetter aus Überlingen für sein jahrelanges Engagement in der VDK-Jugendarbeit vom Landesvorsitzenden Norbert Nothhelfer mit der goldenen Ehrennadel des VDK ausgezeichnet worden.

Der pensionierte Oberstudienrat hat von 1995 bis zum vergangenen Jahr alle Jugendcamps der Jörg-Zürn-Gewerbeschule zur Pflege von Soldatenfriedhöfen begleitet. Sein erster Einsatz mit einer Schülergruppe war in Bulgarien. Weitere Einsätze folgten in Slowenien, Polen und Rumänien. Vor sechs Jahren wurde die Jörg-Zürn-Gewerbeschule für ihr Engagement im Dienst der Kriegsgräberfürsorge mit der Anerkennungsplakette des VDK ausgezeichnet.

Bernhard Schnetter habe die Schülereinsätze immer mit großer Sorgfalt vorbereitet und auch nachbereitet, betonte Nothhelfer. Dazu hätten auch gründliche Recherchen der geschichtlichen Hintergründe gehört, die er dann den Schülern vermittelt habe. Diese wurden von Bernhard Schnetter auch immer dazu angehalten, Zeitzeugen anzuhören und deren Berichte festzuhalten. Zudem wurden auch immer Jugendbegegnungen organisiert, um sich gegenseitig kennenzulernen. Nothhelfer bezeichnete Schnetters Arbeit im Sinne der Pflege der Erinnerungskultur als überaus erfolgreich. Dabei verwies er auch auf die hervorragenden Dokumentationen, die aus den einzelnen Projekten jeweils hervorgegangen seien.

Bernhard Schnetter (links) wurde vom Vorsitzenden des VDK-Landesverbandes, Norbert Nothhelfer, für sein Engagement in der Jugendarbeit bei der Kriegsgräberfürsorge mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.

Bei der Verleihung der VDK-Anerkennungsplakette an die Jörg-Zürn-Gewerbeschule hatte der damalige Landesvorsitzende Norbert Schelleis gesagt: "Diese Abschlussberichte sind in ihrer Qualität bundesweit Spitze."

Als siebenjähriges Kind hat Bernhard Schnetter, wie er nach seiner Ehrung berichtete, selbst noch Vertreibung, Hunger und Kälte erlebt. "Diese Bilder sind mir lange nachgegangen", sagte er. Deshalb habe er es als eine Verpflichtung angesehen, die Arbeit des VDK, die darauf ausgerichtet sei, dass so etwas niemals wieder geschieht, zu unterstützen.

 
 
 

Südkurier Überlingen, 27.05.08

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