> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 19. Mai 2008
 

"Südliches Flair" zieht an

Jahrestagung des VdK-Landesverbandes in Überlingen

Überlingen (as) Ein Jahr nach seiner Amtseinsetzung als Vorsitzender des VDK-Landesverbandes (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge) zog Norbert Nothhelfer, der frühere Regierungspräsident von Südbaden, auf der Landesvertretertagung im Parkhotel St. Leonhard eine insgesamt positive Bilanz über das vergangene Jahr. Vor allem in der Jugendarbeit sei wieder Hervorragendes geleistet worden.

Seit vielen Jahren hält der VDK-Landesverband seine Jahrestagung in Überlingen ab. "Ich freue mich, dass Sie auch dieses Jahr wieder dem südlichen Flair unserer Stadt erlegen sind", sagte Volkmar Weber in seinem Willkommensgruß, den er den Landesvertretern zum letzten Mal in seiner Funktion als Oberbürgermeister entbot. Landesvorsitzender Nothhelfer dankte ihm für die vielfältige Unterstützung, die er dem VDK während seiner achtjährigen Amtszeit entgegengebracht hat. "Sie waren uns immer ein geschätzter Förderer", revanchierte sich Nothhelfer mit einer Anerkennungsmedaille des VDK. Zum ersten Mal wohnte Landrat Lothar Wölfle der VDK-Landesvertretertagung bei. In seinem Grußwort gab er zu verstehen gab, dass er die Arbeit des VDK nach wie vor für unverzichtbar hält. Denn die Aufgabe, die sich dieser Verband gestellt habe, sei nicht nur in die Vergangenheit gerichtet, sondern in eben solchem Maße in die Zukunft, um durch eine kontinuierliche Erinnerungskultur einer Wiederholung der Leidensgeschichte der beiden Weltkriege vorzubeugen. Dabei maß er vor allem der Jugendarbeit des VDK eine hohe Bedeutung zu.

Auf diesem Gebiet sieht auch der Landesvorsitzende Norbert Nothhelfer den VDK mehr denn je gefordert. Denn die Erlebnisgeneration, jene, die die Jahre des Schreckens noch durchlitten hätten und als Zeitzeugen eine mahnende Funktion eingenommen hätten, schwinde zunehmend dahin. Darauf müsse der VDK in der Ausrichtung seiner Arbeit reagieren. Gleichwohl machte sich Nothhelfer für die Beibehaltung des Namens "Volksbundes" stark. An der Seite von Bayern habe der baden-württembergische Landesverband Strömungen einer Strategiekommission auf Bundesebene, die in Richtung einer Namensänderung gegangen seien, 

Zur Landestagung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge konnten der Vorsitzende Norbert Nothhelfer (2.v.l.) und Landesgeschäftsführer Martin Lunitz (rechts) auch Landrat Lothar Wölfle (3.v.l.) willkommen heißen und ebenso OB Volkmar Weber, der eine Anerkennungmedaille erhielt.
Bild: AS

erfolgreich abgewehrt. Der Name Volksbund signalisiere etwas Unwechselbares, sagte Nothhelfer.

Die Dezimierung der Kriegsgeneration wirkt sich aber auch finanziell beim VDK aus. In den letzten 20 Jahren hat sich die Mitgliederzahl des Landesverbandes Baden-Württemberg beinahe halbiert auf derzeit knapp 28000. Dementsprechend schrumpft auch stetig das Beitragsaufkommen zusammen. Beim Spendenaufkommen und den dem VDK zugedachten Nachlässen ist es nicht anders. Dennoch steht der Landesverband Baden-Württemberg, wie Nothhelfer erklärte, im Ranking der übrigen 15 Landesverbände auf einem Spitzenplatz. Dies gelte auch für die wirtschaftliche Effizienz, betonte er. Dabei profitiert der Landesverband Baden-Württemberg von einem breit gestreuten ehrenamtlichen Engagement. Vor allem auch in der Jugendarbeit. In der Pflege von Soldatenfriedhöfen im In- und Ausland hat der VDK Baden-Württemberg Partner wie freie Jugendorganisationen, Ausbildungsabteilungen von Firmen wie die der Carl-Zeiss-AG oder Schulen wie die Überlinger Jörg-Zürn-Gewerbeschule gefunden, die teils schon seit Jahrzehnten in seinem Dienste arbeiten.

Einige der ehrenamtlichen Jugendbetreuer stellten der Landesvertretertagung eindrucksvolle Projekte vor. Häufig entwickelten sich dabei auch bleibende Kontakte zu ausländischen Jugendlichen, hieß es.

 
 
 

Südkurier Überlingen, 19.05.08

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