> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 26. Mai 2009
 

Lernen am neuen Mercedes

Förderverein der Jörg-Zürn-Gewerbeschule zieht erfreuliche Jahresbilanz

Auf ein erfreuliches Geschäftsjahr konnte der Förderverein der Jörg-Zürn-Gewerbeschule bei der Jahreshauptversammlung zurückblicken. Der Geschäftsführer des Vereins, Schulleiter Kurt Boch, berichtete den Mitgliedern von zahlreichen Spenden, die im Laufe des Jahres eingegangen sind.

Überlingen - Die größte Spende stammte von der Firma Daimler AG, die dem Verein ein mit der aktuellsten Elektronik ausgestattetes Mercedes-Modell überlies. Dieses von der Firma Graf Hardenberg kostenlos antransportierte Fahrzeug ermöglicht den angehenden Kraftfahrzeug-Mechatronikern der Jörg-Zürn- Gewerbeschule eine Ausbildung an modernstem Gerät.

Weiter wurde eine zweite Photovoltaik-Anlage an der Schule installiert. Die durch Rücklagen des Vereins und durch Spenden der Mitglieder finanzierte Solaranlage bringt dem Verein zirka 2000 Euro an jährlichen Einnahmen ein. Damit können dann zahlreiche Maßnahmen zugunsten der Schüler finanziert werden. Dazu gehören beispielsweise Austauschmaßnahmen wie eine Schülerbegegnung in Bulgarien, die in Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im kommenden Juli durchgeführt werden soll. Wie eine solche Begegnung abläuft, brachte Sabine Forster, eine angehende biologisch-technische Assistentin den Mitgliedern anhand eines anschaulichen Vortrags nahe. Sie hatte an einer ähnlichen Veranstaltung im Vorjahr in Brasov (Rumänien) teilgenommen, bei der sich Schüler unterschiedlicher Schularten mit Unterstützung der Bundeswehr an der Renovierung eines Soldatenfriedhofs aus dem Zweiten Weltkrieg beteiligt hatten.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Gerhard Wachter, gab einen Rückblick auf ein langjähriges Projekt, das vom Verein mit angestoßen worden war. Das privat finanzierte und auf einem Gelände der Spitalstiftung errichtete Wohnheim für die Glaser und die biologisch-technischen Assistenten der Gewerbeschule ist seit zirka zwei Jahren im Betrieb. Die Betreiber des Wohnheims, das 

Großzügige Spenden wie der Mercedes von der Daimler AG fördern die berufliche Ausbildung an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule in Überlingen . Die ausbildenden Lehrer für die Kfz-Mechatroniker können bei dem Fahrzeug auf die derzeit modernste Elektronik zurückgreifen (v.l.): Ralf Hübner, Kurt Boch (Schulleiter), Gerhard Löffler, Günter Oellinger und Dietmar Kowald.
Bild: Gewerbeschule Überlingen

Ehepaar Weyand, schilderten seine Erfahrungen mit der Anlage. Es berichtete über die nicht  einfache Finanzierung des Objekts und über bürokratische Hemmnisse, die ihnen Sorge bereiten. Bei der Überwindung der Probleme hilft der Landkreis mit. Gerhard Wachter sicherte auch im Namen des Fördervereins die Unterstützung zu.

Am Ende gab es eine kritische Diskussion zur Stellung der beruflichen Schulen von Überlingen innerhalb des Landkreises. Bemängelt wurde, dass es hier im Gegensatz zu anderen Standorten keine Mensa für die beruflichen Schulen gibt und dies auch nicht geplant ist. Boch wies darauf hin, dass die Berufsschüler ein Mittagessen an der Realschule erhalten können. Als weiterer Standortnachteil wurden die nur in Überlingen erhobenen Parkgebühren genannt, die Schüler und Lehrer entrichten müssen. Abschließend erklärten sich Wachter und Boch bereit, mit Oberbürgermeisterin Sabine Becker ein Gespräch zur Lage der Gewerbeschule zu führen.

      
 
 
 

Südkurier Überlingen, 26.05.09

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