> Pressespiegel > Bericht: SÜDKURIER, 01. Dezember 2009
 

Becker froh über Einigung

Familie Nothhelfer und die angrenzenden beruflichen Schulen besprechen Raucherproblem

Überlingen - Seit mehreren Jahren schwelte der Konflikt zwischen der Familie Nothhelfer und vor allem den angrenzenden beruflichen Schulen um unerwünschte Hinterlassenschaften der Schüler, vor allem Zigarettenstummel, auf dem Firmengelände des Einkaufsmarktes. Im Mai 2008 stetzte sich der Unternehmer erstmals mit Security-Kräften und Hunden zur Wehr. Auch in diesem Sommer war der Konflikt wieder eskaliert, Hundeführer patrouillierten vor dem Supermarkt und sorgten für Schlagzeilen.

Umso erleichterte zeigte sich jetzt Oberbürgermeisterin Sabine Becker, dass nach einem Gespräch der Betroffenen eine Lösung gefunden worden sei. Der „Zielkonflikt“ sei sicher schwierig, erklärte Becker vor dem Gemeinderat. Das generelle Rauchverbot an den Schulen sei aufgehoben, stattdessen seien wieder Raucherecken eingerichtet worden. Dem ist zwar nicht nicht ganz so, denn im Grunde gelte das Rauchverbot an den Schulen nach wie vor, heißt es an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule. Doch haben zumindest die Constantin-Vanotti-Schule und die Justus-von-Liebig-Schule am Rande ihres Geländes wieder Ventile geschaffen, nicht jedoch die Jörg-Zürn-Gewerbeschule.

Man habe sich verständigt, betonte Sabine Becker allerdings, dass „Herr Nothhelfer“ bei Problemen die Rektoren künftig direkt anrufen könne. Auch die Schülermitverantwortungen (SMV) der Schulen seien eingeschaltet und in die Pflicht genommen worden, auf ein „sozial adäquates Verhalten“ zu achten. Diese „kommunikative Vernetzung“ könne künftig einer weiteren Eskalation vorbeugen. Als „tolle Einigung“ bezeichnete es Sabine Becker, „dass man miteinander redet.“

Noch im vergangenen Schuljahr habe man das Problem angegangen, sagt Joachim Maurer, Rektor der Constantin-Vanotti-Schule. Ihn habe die Einladung zum runden Tisch zwar nicht erreicht, er war als „Hauptbetroffener“ über die Vereinbarung jedoch anschließend informiert worden. Mit der Raucherzone habe man sich bemüht, eine Wurzel des Konflikts zu beseitigen, erklärte Maurer. Sollte es dennoch „irgendwelche Konflikte“ geben, so habe man eine Kommunikation der „kurzen Wege“ vereinbart. Die Pausenaufsicht habe ein noch größeres Augenmerk auf die Situation. „Wir beobachten, wie es sich entwickelt“, erklärt Maurer, „und tun, was wir von unseres Seite tun können.“ Insgesamt habe sich jedoch schon „alles beruhigt“.

 
 
 

Hanspeter Walter, Südkurier Überlingen, 01.12.09  

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