> Pressespiegel > Bericht: 3. Sept. 1998
 

Für 500 Schüler mehr Raum schaffen

Gestern Spatenstich für den 12,5 Millionen Mark teuren
Erweiterungsbau der Beruflichen Schulen in Überlingen

Überlingen (kat) "Wir wollen die Wanderklassen abschaffen und dafür sorgen, daß alle Schü1er in den Räumen ihrer eigenen Schule unterrichtet werden", sagte gestern Kurt Boch, Leiter der Jörg-Zürn-Gewerbeschule, anläßlich des ersten Spatenstiches zur Erweiterung der Beruflichen Schulen in Überlingen. Stadt und Landkreis lassen sich die dringend notwendige Vergrößerung 12,5 Millionen Mark kosten.
Im Jahr 2000 sollen die Räume des erweiterten Schulzentrums in Überlingen bezugsfertig sein. Für die sehr gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten bedankte sich Kreiskämmerer Gunther Czisch und wünschte vor allem der Baufirma gutes Gelingen und versprach: "Wenn Sie gute Arbeit leisten, dann werden wir auch immer pünktlich bezahlen". Der erste Spatenstich ist eine symbolische Sache, denn die Baustelle als solche ist längst in Betrieb genommen, doch stehen nun die Erd-, Maurer- und Betonarbeiten unmittelbar bevor.

Der Erweiterungsbau ist durch die stark gestiegenen Schülerzahlen notwendig geworden. Statt der vor wenigen Jahren prognostizierten 1500 drängen sich mittlerweile etwa 1900 Schülerinnen und Schüler in den Gebäuden und müssen zum Teil auf benachbarte Schulen ausweichen.

Eine Situation, die Stadt und Land verbessern möchten, denn Überlingen soll auch in Zukunft ein wichtiger Standort für weiterführende Schulen sein. Immerhin rechnen die Behörden für das Jahr 2000 mit dem Ansturm von über 2000 Schülern. "Sicherer und kürzer müssen die Wege werden", forderte Kreisrat Ulrich Huther und wies darauf hin, daß die Verkehrsanbindung des Schulzentrums verbessert werden soll. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang auch. der neue Bahnhof Stadtmitte in Überlingen, der zum Fahrplanwechsel 1999 eröffnet werden soll. Die Schulen werden davon profitieren, denn sie werden vom Bahnhof Stadtmitte zu Fuß innerhalb von fünf Minuten erreichbar sein.

Spatenstich für den Erweiterungsbau der Beruflichen Schulen: (von links) Gerhard Krimmer, Leiter der Constantin-Vanotti-Schule, Kurt Boch, Leiter der Jörg-Zürn- Gerwerbeschule, Gunther Czisch, Kreiskämmerer, Susanne Abt, Leiterin der Justus-von-Liebig-Schule, Thomas Kormann, Architekt und Klaus Schmid, Firma Reisch.

"Die optimale Einbindung des Neubaus in das bereits bestehende Gefüge" stand an erster Stelle für den Überlinger Architekten Thomas Kormann, der bereits die Constantin-Vanotti-Schule gebaut hatte, die 1990 von der Architektenkammer Baden-Württemberg für beispielhaftes Bauen ausgezeichnet wurde. Das zukünftige Gebäude entspricht im wesentlichen dem Bau der Vanotti-Schule. "Den Termin 2000 schaffen wir", erklärte der Architekt zuversichtlich. "Immerhin haben wir für die Vanotti-Schule auch nur zweieinhalb Jahre gebraucht - und die ist doppelt so groß". Auf eines werden sich die Schüler sicher besonders freuen: "Auf Wunsch der Schüler und Lehrer werden wir am neuen Treppenhaus eine Kletterwand bauen".

Information Erweiterungsbau:
Die Erweiterung des Schulzentrums soll insgesamt 2000 Schülern Platz bieten. Langfristig geplant ist eine Vergrößerung um 4500 Quadratmeter Fläche, von denen zunächst 2000 realisiert werden. Dies betrifft den Neubau, die Erweiterung der Werkstatt, und diverse Umbauten an bestehenden Gebäuden. Der Neubau allein wird etwa 9,8 Millionen Mark kosten, die gesamte Erweiterungsmaßnahme 12,5 Millionen. Der Neubau wird elf Klassenzimmer, zwei EDV-Räume sowie einen Musiksaal und zwei CNC-Räume beherbergen, außerdem entstehen sechs Lehr- und Lernmittelräume. Der Rohbau soll im Mai 1999 fertig sein, zum Schuljahresbeginn 2000 soll das Gebäude bezugsfertig sein.

Quelle: Südkurier, 03. September 1998

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