> Pressespiegel > Bericht: 14. Jul. 1999
 

Moderne Werkstatt für den Handwerker-Nachwuchs

Erweiterung im Berufsschulzentrum für 2,1 Millionen Mark - 
Oberbürgermeister Patzel: Der Kreis hat seine Hausaufgaben gemacht

Als absolut imponierend und vorbildlich für die Überlinger Schullandschaft bezeichnete Oberbürgermeister Klaus Patzel die Werkstatterweiterung des beruflichen Schulzentrums in Überlingen. Die Werkstatt wurde im Beisein von Landrat Siegfried Tann in Betrieb genommen. Derzeit wird auch ein Erweiterungsbau im Schulzentrum für die gewerblichen Schulen erstellt. Die Vergrößerung der Werkstatt in den Räumen der Jörg-Zürn-Gewerbeschule, die den ersten Bauabschnitt der Gesamtbaumaßnahme darstellte, konnte bereits nach zehn Monaten abgeschlossen werden. Die Baukosten belaufen sich auf 2,1 Millionen Mark. Der Kreis erhält einen Staatszuschuß in Höhe von 800 000 Mark. Schon immer im Auge gehabt, so formuliert es Tann, habe der Kreis den Schulstandort Überlingen, für dessen Berufliche Schulen ein jährlicher Betriebsaufwand von 2,5 Millionen Mark bereit gestellt würde. Die Werkstatterweiterung, ein Gemeinschaftswerk Überlinger Handwerker und Ingenieure, so der Landrat weiter, stelle einen weiteren Bau-, ja Mosaikstein dar.

Tann kündigte außerdem Verbesserungen für alle Schulen am Standort Überlingen an, dessen Zukunft gesichert sei. OB Patzel stellte fest, daß der Bodenseekreis seine Hausaufgaben vorbildlich erledigt habe: Es ist ein ganz bemerkenswerter Schritt, den wir heute tun können, sagte er, dem Kreis und Kreistag mit dem Wunsch dankend, daß mit dem Neubau ein großer Nutzen für Schüler und Lehrer entstehen möge. Glückauf für eine gemeinsame Zukunft, erbat sich Patzel, der Schulleiter Kurt Boch einen Scheck über 1000 Mark überreichte.

Dieser zeigte sich höchst erfreut über den, wie er sagte, Aufsatz des Werkstattgebäudes. Hier zu arbeiten muß jedem Schreiner, Holzmechaniker und Glaser Freude und Spaß bereiten, sagte Boch, im folgenden die Neuigkeiten des Erweiterungsbaues kurz umreißend. Demnach besitzt man jetzt unter anderem eine neue CNC-Fräsmaschine, ein Britettieranlage für Späneabsaugung, einen neuen Spritz-, Schleif- und Lackierraum. Boch dankte seinem Vorgänger Eberhard Proß für dessen gezeigtes Engagement, dem Landkreis (Investitionen sind hier gut angelegt), Kreiskämmerer Gunter Czisch und Kreisamtsrat Michael Sterk. Der zuständige Architekt Dietmar Kolberg bezeichnete die Werkstatterweiterung als eine der interessantesten Baustellen vom ersten bis zum letzten Tag und hob hervor, daß der Schulbetrieb nicht gestört worden sei.

Eine Demonstration der CNC-Fräsanlage, ein Rundgang durch die neuen Räume und ein gemeinsames Essen zu den Klängen der Schulband rundete die Eröffnungsfeier für die Erweiterung der Werkstatt ab.


Quelle: Südkurier, 14. Juli 1999, Lokalteil Überlingen

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