> Pressespiegel > Bericht: 26. Jan. 2000
 

Weiterer Baustein für den Schulstandort Überlingen

An der Gewerbeschule neue Ausbildungsabteilung für Friseure

Überlingen - Verglichen mit den Investitionen der letzten Jahre und den anderen aktuellen Baumaßnahmen am Überlinger Berufsschulzentrum waren es fast "Peanuts" - doch sie waren wichtig. 140.000 DM investierte der Landkreis schnell und unbürokratisch in die Modernisierung der Ausbildungsabteilung für Friseure an der Jörg-Zürn-Gewerbeschule. Mit einem "Tag der offenen Tür" wurde er den Betrieben in der Region, der Innung und benachbarten Ausbildungszentren vorgestellt. Demonstriert wurden dabei moderne Technologien sowie neue Schwerpunkte und Trends dieses Berufsfeldes - vom Bodypainting bis zur Gesichtsmassage.
"Alle paar Monate treffen wir uns hier", stellte Kreiskämmerer Gunter Czisch fest: "Das heißt wir bauen ständig". Tatsächlich war erst vor kurzem mit einer Aufstockung für 2,6 Millionen Mark die Werkstatt der Jörg-Zürn-Gewerbeschule abgeschlossen worden, und 13 Millionen Mark lässt sich der Kreis als Schulträger die Erweiterung des Schulgebäudes als Anbau an die kaufmännische Constantin-Vanotti-Schule kosten. "insgesamt sind es 45 Millionen Mark seit dem Jahre 1973, die der Landkreis in das berufliche Schulzentrum in Überlingen investiert hat", bilanzierte Czisch. Auch die vorgestellte neue Ausbildungsabteilung für Friseure ist für den Kreiskämmerer ein "weiterer Baustein zur Sicherung des Schulstandortes Überlingen". Rund 50 Prozent aller Investitionen des Kreises fließen nach Czisch derzeit in die Schulen, und in den kommenden Jahren werde der Anteil eher noch zunehmen.
 

Wieder über eine zeitgemäße Friseurabteilung verfügt jetzt die Jörg-Zürn-Gewerbeschule in Überlingen. 140.000 Mark hat der Landkreis als Schulträger in den neuen Ausbildungsraum investiert. Schulleiter Kurt Boch, Kreiskämmerer Gunter Czisch und Architekt Thomas Proß (von rechts) ließen sich beim Tag der offenen Tür für die Betriebe und Innungen einen Eindruck des derzeitigen Berufsbildes vermitteln.

"Auch im Friseurhandwerk halten neue Technologien Einzug", betonte Kurt Boch, Schulleiter der Jörg-Zürn-Gewerbeschule, und der Ausbildungsraum sei inzwischen immerhin 30 Jahre alt gewesen. So habe es dringenden Handlungsbedarf gegeben, zumal sich schon vor drei Jahren Ausbildungsordnung und Lehrpläne geändert haben. Auch in der überbetrieblichen Ausbildung für Friseure werden daher inzwischen die Bereiche Kundenberatung, Kosmetik und Maskenbildnerei berücksichtigt. Auch der Computer gehört inzwischen zum Handwerkszeug eines modernen Friseurs - schließlich will er seinem Kunden schon vorab einen Eindruck der gewünschten Frisur in der Wirkung mit dessen eigenen Kopfkonturen geben. Auch das Kundengespräch und die Beratung wird heute in der Ausbildung intensiv geübt.

"Was vor 30 Jahren mit hoher Qualität gebaut wurde, wie zum Beispiel die Schränke, wurde nur ,kosmetisch' erneuert", sagt Architekt Thomas Proß. Völlig ausgewechselt und auf den neuesten Stand gebracht wurden indessen die ganze Elektrik und die Beleuchtung - auch unter arbeitsschutzrechtlichen Gesichtspunkten: Proß: "Unter mancher Haube hat es da schon geknistert". Die Zahl der Waschbecken und der anderen Arbeitsplätze wurde erhöht, so dass künftig auch die praktischen Abschlussprüfungen hier abgenommen werden können. Eine durchgehend verspiegelte Seitenwand sorgt zudem für eine großzügige helle Raumwirkung, und die ganze Gestaltung wurde mächtig aufgepeppt. "Freche Farben sind für einen kreativen Beruf ja auch angemessen", betonte Architekt Proß.

Schulleiter Kurt Boch sprach gegenüber Kreiskämmerer Czisch den Dank "an den verständnisvollen Schulträger" aus, der die finanziellen Mittel für die Modernisierung schnell und unbürokratisch bereitgestellt habe. Denn eigentlich ging alles ganz plötzlich. Erst am 24. Juni hatte die erste Besprechung zum Thema stattgefunden. Und schon am 27. September war die neue Abteilung zum Schuljahresbeginn in Betrieb genommen worden, die jetzt den Betrieben und auch den benachbarten Ausbildungszentren von Friedrichshafen und Singen präsentiert wurde. Schulleiter Kurt Boch sprach gegenüber Kreiskämmerer Czisch den Dank "an den verständnisvollen Schulträger" aus, der die finanziellen Mittel für die Modernisierung schnell und unbürokratisch bereitgestellt habe. Denn eigentlich ging alles ganz plötzlich. Erst am 24. Juni hatte die erste Besprechung zum Thema stattgefunden. Und schon am 27. September war die neue Abteilung zum Schuljahresbeginn in Betrieb genommen worden, die jetzt den Betrieben und auch den benachbarten Ausbildungszentren von Friedrichshafen und Singen präsentiert wurde.

Einen schönen Rücken, den man derzeit allerdings nur in geheizten Räumen vorzeigen kann, gestaltete die Meersburger Friseurin Simone Jäger: Bodypainting wird sicher auch künftig nicht zur Haupttätigkeit der Haarkünstler, doch während der Badesaison allmählich immer gefragter.

Bilder: Walter

 
 
 

HANSPETER WALTER, Südkurier Überlingen, 26.01.2000

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